August 2020 – der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny erkrankt auf dem Rückflug von Sibirien nach Moskau schwer. Eine Notlandung rettete ihn. Er wird ins Krankenhaus eingeliefert und es stellt sich heraus, dass er mit einem Nervenkampfstoff vergiftet wurde, der ihn in diesen kritischen Gesundheitszustand katapultierte.
Dokumentarfilm Nawalny wirkt wie ein Politthriller
In Deutschland wird Nawalny medizinisch versorgt und kann sich dank exzellenter Behandlung schnell wieder erholen. In einer verdeckten Ermittlung, die einem Politthriller entnommen sein könnte, setzten er und sein Team nach und nach die Fakten hinter dem Attentat zusammen, das ihm beinahe das Leben gekostet hätte.
Die treibende Suche nach der Wahrheit, die durch die Kameraführung des Dokumentarfilmers Daniel Roher noch unterstrichen wird, macht den Dokumentarfilm zu einem spannenden Drama. Szenen mit Nawalnys Frau, seinen Kindern und Kollegen zeigen das Porträt eines meisterhaften Medienstrategen, der bereit ist, alles für sein Vaterland zu geben.
Der Film „NAWALNY“ bietet einen außergewöhnlichen Zugang zu einer politischen Führungspersönlich-keit, die sich bei ihrem Streben nach Reformen von nichts einschüchtern lässt. Nicht einmal von der eigenen Vergiftung. Am Ende der Dokumentation, in einer Zeit, in der sich weltweit autoritäre Strömungen verstärken, kehrt der mögliche künftige Präsident Russlands in sein Land zurück, bereit, sich für diesen Wandel zu opfern.
Nawalny Kinostart: 5. Mai 2022
Im März 2022 ist der Kreml-Kritiker und Oppositionsführer ein weiteres Mal verurteilt worden: Zu einer Geldstrafe und neun Jahren Haft in einer Strafkolonie.