Immanuel Kant und die offenen Fragen

Als er lebte, gab es weder das Internet, YouTube oder TikTok. Hat uns der große Philosoph Immanuel Kant, dessen Geburtstag sich am 22. April 2024 zum 300. Mal jährt, heute noch etwas zu sagen? 1740 begann er sein Studium an der Albertus-Universität Königsberg und veröffentlichte 1746 seine erste Schrift mit dem Titel „Die Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte“. Seine Schriften und Beiträge, sein kritischer Denkansatz „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ machten Kant zum wichtigsten Denker der deutschen Aufklärung. Auch Kants Überlegungen zur Ethik, Emanzipation, Erkenntnistheorie und zum Völkerrecht waren bahnbrechend und haben bis heute große Bedeutung.

In der Bundeskunsthalle in Bonn wird sein Schaffen und sein Werk in einer Weise präsentiert, die ein junges Publikum anspricht. Dabei strukturieren vier berühmte Kantische Fragen die umfassende Ausstellung: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“.

Hochkarätige Gemälde, Grafiken, wissenschaftliche Instrumente, Karten und Handschriften werden die Kernthemen der Aufklärung visualisieren. Zudem gerät die historische Person Immanuel Kant, sein Umfeld und seine Netzwerke in den Fokus.

Kants Biografie war eng mit der städtischen Umgebung von Königsberg verbunden, wo er 73 Jahre seines langen Lebens verbrachte. Die preußische Residenzstadt bildete nicht nur sein kreatives Milieu, in der er lehrte und seine legendären täglichen Stadtspaziergänge unternahm. Sie strahlte auch als geistiges Zentrum ihrer Epoche in den gesamtdeutschen und europäischen Raum hinein.

Titelbild: Von Emil Doerstling (1859-1940) – Emil Doerstling, Gemeinfrei,

Ingrid
Ingrid

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