Zukunft wagen – Von der Kunst, an die Zukunft zu glauben

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Wirtschaftskrise und Klimawandel bieten keine rosigen Zukunftsaussichten. Doch stehen wir wirklich vor einer bedrohlichen Zukunft? Der Autor Matthias Horx gehört zu den profiliertesten Zukunftsforschern, Trends und Prognosen sind sein tägliches Geschäft. In diesem Buch weicht er vom gewohnten Weg ab und widmet sich der Zukunftsforschung auf eine andere Art – im Fokus steht der Mensch, das menschliche Gehirn und die Art und Weise, nach welchen Mustern wir Zukunftvorstellungen herausbilden.

Wenn Menschen an die Zukunft denken, fantasieren sie ihre Umgebung als neu und unbekannt. Und das, was neu ist, bereitet oft Unbehagen. Schnell wird daraus dann die Auffassung, dass früher ja doch alles besser war. Das Unbekannte macht Angst.

Angst gehört zur Standardausrüstung des Menschen – ohne sie hätte die Spezies Mensch nicht überleben können. Sie ist aber auch der Motor unseres Fortschritts. Matthias Horx ist sich sicher – Angst ist in vieler Hinsicht der Schlüssel zur Zukunft.

Der Mensch strebt nach Kohärenz.
Der Nobelpreiträger Daniel Kahneman bezeichnet Zukunft als vorweggenommene Erinnerung. Was bedeutet das? Was haben Angst und Erinnerungen mit unserem Zukunftsdenken zu tun? Wie beeinflussen Erinnerungen unser Bild von der Zukunft? Tatsächlich haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, wenn Menschen sich erinnern oder an die Zukunft denken, werden jedesmal identische Gehirnareale aktiviert.

Wenn wir in die Zukunft schauen, blicken wir gleichermaßen zurück, denn nur das, was wir erlebt haben, ist sicher. Ist es das? Unser Gedächtnis funktioniert nicht wie ein Computer, sondern ist viel kreativer. Wenn wir Erinnerungen abrufen, erschaffen wir sie neu. Erinnerungen sind fehlerhaft und wenn wir uns Zukünftiges, sei es eine Reise auf Grundlage einer „false memory“ vorstellen, kann sie uns enttäuschen.

Wir leben in einer komplexen Gesellschaft, denken aber oft linear kausal. Damit sind wir auch in weniger vielschichtigen Wirklichkeiten gut zurecht gekommen. Heute müssen wir von größeren, miteinander verschränkten Zusammenhängen ausgehen.

Das machen die vielen anschaulichen Beispiele, die uns der Autor aufzeigt, deutlich. Und er befreit uns von Mythen, Irrungen und Vorstellungen über die Zukunft, von lieb gewordenen Illusionen. Horx vermittelt uns Einsichten und Zukunftsvorstellungen, die von großen Philosophen, Psychologen und Ökonomen stammen.

Ein sehr kluge Buch für kluge Leser, das uns dazu ermuntert, kreativer zu denken und mit mehr Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Sehr empfehlenswert! Ingrid Mosblech-Kaltwasser

Matthias Horx, geboren 1955, ist der profilierteste und einflussreichste Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum und Autor vieler erfolgreicher Bücher. 1999 gründete er das „Zukunftsinstitut“, einen Prognose-Think-Tank, der heute zahlreiche europäische Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen berät. Seit 2007 ist er auch Dozent für Trend- und Zukunftsforschung an der Zeppelin-Universität, Friedrichshafen. Zuletzt erschien von ihm bei DVA „Das Megatrend-Prinzip. Wie die Welt von morgen entsteht“ (2011).

Zukunft wagen

Matthias Horx

Über den klugen Umgang mit dem Unvorhersehbaren

ISBN: 978-3-421-04444-0

Verlag: DVA

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