Letztendlich sind wir dem Universum egal – Filmtipp

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Die 16-jährige Rhiannon ist ein ganz normaler Teenager. Ihr Leben wird von Schule, Liebeskummer und Problemen mit der Familie bestimmt. Bis eines Tages etwas Merkwürdiges passiert. Sie trifft ihren Freund Justin in der Schule, doch irgendwie ist er anders als sonst und verleitet sie dazu, die Schule zu schwänzen. Stattdessen verbringen die beiden einen ganzen Tag lang zusammen und noch nie zuvor hat Rhiannon sich Justin so verbunden gefühlt. Am nächsten Morgen freut sie sich darauf, ihn wiederzusehen. Doch Justin ist wie ausgetauscht. Er erinnert sich nicht an den gestrigen Tag und die Beziehung der beiden scheint sich aufzulösen.

Justin (Justice Smith) ist Rhiannons Freund und der Schwarm der Schule, worauf er sich eine Menge einbildet.
© Orion Pictures

Auf einer Party am Wochenende versucht sie noch, ihn zurückzugewinnen, indem sie ein Lied auflegt, das sie zusammen gesungen haben. Aber Justin zeigt keinerlei Interesse. Nur ein ihr unbekannter Junge legt eine wilde Tanznummer hin, als er den Song hört. Rhiannon tanzt mit ihm und plötzlich kommt ihr etwas sehr vertraut vor – nur weiß sie nicht, was es ist – ein Déjà-vu-Gefühl?

A / Xavier (Colin Ford) und Rhiannon (Angourie Rice) entspannen am See.
© Orion Pictures

Einige Tage später meldet sich Nathan bei Rhiannon und bittet sie um ein Treffen. Doch als sie wie verabredet in einer Buchhandlung auftaucht, ist Nathan nicht da. Stattdessen lernt sie Megan kennen, die behauptet, anstelle von Nathan gekommen zu sein und eine unglaubliche Geschichte erzählt: Sie sei eigentlich jemand namens „A“, eine körperlose Seele, die jeden Tag aufs Neue einen anderen Menschen bewohnt. Am Wochenende auf der Party lebte „A“ in Nathan, am Strand war sie Justin, jetzt bewohnt sie Megan. Sie sucht sich immer jemanden in ihrem Alter, immer jemanden, der dem vorher „bewohnten“ Menschen nahesteht. Dabei kann sich „A“ in jeder Person nur einmal für 24 Stunden aufhalten …

Nach der Buchvorlage des New York Times-Bestsellers von David Levithan erzählt LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL eine Liebesgeschichte, welche heute, wo ein schönes Erscheinungsbild bedeutsamer ist als je zuvor, dieses zu vernachlässigen scheint. Hier ist es die Seele, das Innere, das Rhiannon bezirzt.

Es ist schwierig genug, die Liebe seines Lebens zu finden, hat man sie jedoch gefunden ist alles andere zunächst völlig egal. Der Film “LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL” des Regisseurs Michael Sucsy macht auf unbeschwerte Weise deutlich, dass wir auf der Suche nach der Liebsten/dem Liebsten uns unbedingt auch von inneren Vorzügen und liebenswerten Charakteren betören lassen sollten. Wie das geht, kann man in dem etwas anderen Coming of Age Film sehr unterhaltsam erfahren.

In der Rolle der Rhiannon überzeugt Shootingstar Angourie Rice („Spider-Man: Homecoming“, „The Nice Guys“), die bereits in „Die Verführten“ neben Nicole Kidman und Kirsten Dunst brillierte. Die Rolle von „A“ wird von verschiedenen Jungstars aus Hollywood verkörpert, u.a. Colin Ford („Wir kaufen einen Zoo“) und Jacob Batalon („Spider-Man: Homecoming“). An der Seite der Jungstars spielt Maria Bello („Die 5. Welle“, „Prisoners“) Rhiannons Mutter Lindsey.

Letztendlich sind wir dem Universum egal ab 31.5. in den Kinos

Titelbild: © Orion Pictures