ASPHALT-FESTIVAL in Düsseldorf

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Sonne und lange Nächte, den Sommer wünschen wir uns zumeist sehnlich herbei. Die Düsseldorfer haben noch einen weiteren Grund, sich auf den Sommer zu freuen, denn dann gibt es wieder das ASPHALT Festival. Das etwas andere Volksfestival der Künste wird die Bewohner der Stadt wieder mit Theater, Tanz, Musik, Literatur und bildender Kunst verführen und berühren.

Es ist die 6. Ausgabe von ASPHALT, das vom 12. bis 22. Juli 2018 stattfindet. Wie jedes Jahr ist das künstlerische Spektrum weit gefasst. Hauptspielorte sind das Weltkunstzimmer und die Alten Farbwerke in Flingern, ASPHALT erobert sich aber auch zahlreiche andere Orte der Stadt.

Zu Gast sind Künstlergruppen aus Syrien, Russland, England, Österreich, Norwegen, den Niederlanden, USA, aus Deutschland, der Schweiz, Kanada, Neuseeland – und natürlich Düsseldorf!

So bietet das Programm die deutsche Erstaufführungen der Oper The Fairy Queen von Henry Purcell, in der der niederländische Choreograf Duda Paiva Puppenspiel mit barocker Musik und Tanz verbindet.

Im neuen Format 48 hours to react entwickeln sechs Ensembles innerhalb von 48 Stunden künstlerische Reaktionen auf ein brisantes aktuelles Ereignis. Die russische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot kommt mit ihrer rebellischen Bühnenshow Riot Days zu ASPHALT 2018.
Und das Stück While I was waiting der syrischen Theatermacher Mohammad Al Attar und Omar Abusaada, das von New York bis Damaskus für Furore sorgt, gastiert erstmals im Rheinland.

Die bei ASPHALT schon traditionelle Stadttour des Theaterkollektivs per.Vers. wird dieses Mal eine Expedition zu den grünen Oasen der Stadt: Garten minus Zäune ist eine Safari durch den urbanen Dschungel.

Ein besonderes Highlight, der Schauspielstar Philipp Hochmair kehrt mit zwei Kafka-Abenden zurück zum ASPHALT Festival.

Hochmairs vielfach preisgekrönte Soloabende sind ein Erlebnis: Der Hochleistungsschauspieler steht immer unter Strom, gibt immer alles – intensiver lässt sich Theater kaum erleben. Von 2003 bis 2009 war Philipp Hochmair Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, seit 2009 ist er am Thalia Theater in Hamburg und auf vielen großen Bühnen zu sehen. Engagements führten ihn u. a. zum Staatstheater Hannover, zu den Schauspielhäusern Hamburg und Zürich, zur Volksbühne und dem Deutschen Theater in Berlin. Einem breiteren Publikum wurde er durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt, u. a. als Protagonist der ORF/ARD-Serie Vorstadtweiber.

Das epochale Werk Amerika von Kafka schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des Vertriebenen – vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Es erzählt die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs. Kafka beschreibt visionär die Welt der Moderne, ihre gigantischen Verkehrsströme, ihre hektische Arbeitswelt und erinnert uns daran, dass all das, was wir als normal empfinden, erst seit kurzem so ist.

Als Neu-Düsseldorferin mit den Augen einer ehemaligen Berlinerin freue ich mich, bald einen Blick auf das Festival werfen zu können.

www.asphalt-festival.de.

Titelbild:Philipp Hochmair © Armin Smailovic

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