Intendantin Stefanie Carp zur Absage der Ruhrtriennale 2020

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Jedes Jahr wird mit Spannung die Ruhrtriennale erwartet. Heute ist sie wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH heute im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung einstimmig beschlossen. Die Ruhrtriennale hätte vom 14. August bis 20. September 2020 stattfinden sollen.

Intendantin Stefanie Carp zur Absage des Festivals: „Ich bedaure die Entscheidung der Gesellschafter und des Aufsichtsrats und halte die Entscheidung vor allen Dingen für viel zu verfrüht. Natürlich hat die Gesundheit aller Beteiligten – ob Künstlerinnen, Besucherinnen oder Mitarbeiterinnen – höchste Priorität. Wir arbeiten seit Wochen an einem Spielplan für eine Ruhrtriennale, der alle Hygienemaßnahmen berücksichtigt hätte. In den letzten Wochen war ich mit den Künstlerinnen der Ruhrtriennale viel in Kontakt.

Es war beeindruckend, mit welcher enormen Kreativität und Sensibilität jeder von ihnen die Erfahrungen, die wir derzeit machen, in ihre Arbeiten hineinnahmen. Vor allen Dingen aber auch, wie kreativ und flexibel die Künstler mit den Einschränkungen umgegangen sind bzw. wären. Wir hätten erstaunliche und unvergessliche Kreationen erleben können. Diese Chance ist leider durch voreiliges Absagen verspielt worden.

Die Mitarbeiterinnen der Ruhrtriennale waren mit großer Flexibilität und Kreativität dabei, die Konzepte der Künstlerinnen in den sich ändernden Umständen umzusetzen, wofür ich mich noch einmal sehr bedanken möchte. Ich hätte mir mehr von dieser Flexibilität und Vorstellungskraft auch von meinem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern gewünscht. Die Ruhrtriennale wäre mit den großen Räumlichkeiten in der Lage gewesen, die Sicherheit der Besucher zu garantieren und trotzdem künstlerisch besondere Lösungen zu finden. Ich bedaure sehr, dass man uns, den Künstlerinnen und dem Publikum diese Chance nicht gegeben hat und so viel kreative Arbeit von Künstlerinnen und Mitarbeiterinnen negiert wurde.

Es scheint, dass die Theater im September wieder öffnen dürfen. Ich werde versuchen, für einige Projekte der Ruhrtriennale neue Aufführungsorte in Nordrhein-Westfalen zu finden, um so ein paar der Produktionen dennoch zu zeigen.

Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Kolleginnen der Ruhrtriennale, Künstlerinnen und künstlerischen Partnerinnen dieses Programms für ihr Vertrauen und ihre kreative Bereitschaft und Offenheit bedanken.“

Bereits gekaufte Karten werden zurückerstattet. Hierzu können die Karten an den Vorverkaufsstellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Online-Käufer*innen wird die Kultur Ruhr GmbH zur Abwicklung der Erstattung in den kommenden Wochen direkt kontaktieren. Bei weiteren Fragen steht außerdem die Ticket-Hotline zur Verfügung: 0221 280210. Nähere Informationen finden Sie in Kürze unter: www.ruhrtriennale.de

Image Zollverein Pixabay

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