Wie Musik unsere Produktivität am Arbeitsplatz steigert

Die Musik spielt bei den meisten Menschen eine zentrale Rolle im Alltag. Ob zur Motivation beim Sport, zum Relaxen oder einfach um gute Laune mit dem Lieblingslied zu bekommen – Musik ist mit den unterschiedlichsten Emotionen verknüpft und in vielen verschiedenen Bereichen zu finden.

Nach einem anstrengenden und langen Arbeitstag kann eine Runde im Online Casino am Lieblingsautomaten helfen, um abzuschalten. Falls das Casino 7 Euro gratis anbietet, umso besser. Aber auch Musik hilft dabei, Stress besser verarbeiten zu können. Im umgekehrten Fall hilft sie jedoch genau so sehr, die Produktivität zu steigern. Wie dieser Effekt am Arbeitsplatz genutzt werden kann, lesen Sie hier.

Musik am Arbeitsplatz – Die rechtliche Lage

Generell sollte im ersten Schritt abgeklärt werden, ob das Hören von Musik am Arbeitsplatz gestattet ist oder nicht. Bei vielen Jobs wie etwa an der Anmeldung einer Arztpraxis ist es schlicht nicht möglich, während der Arbeit die persönliche Lieblingsmusik zu hören.

Rechtlich gesehen gibt es kein übergeordnetes Gesetz, welches das Hören von Musik am Arbeitsplatz verbietet. Ist der Chef und gegebenenfalls der Betriebsrat einverstanden, steht dem Ganzen also nichts im Wege. Hat ein Arbeitgeber ein striktes Verbot zum Musikhören ausgesprochen, kann eine Abmahnung drohen, sollten sich die Mitarbeiter nicht daran halten. Wird ein Radio genutzt, fallen die üblichen GEMA Lizenzgebühren an. Allerdings muss die Musik dafür in einem öffentlichen Raum mit Publikumsverkehr hörbar sein.

Wie die Musik das Gehirn beeinflusst

Viele Forschungen und Auswertungen haben erwiesen, dass Musikhören einen direkten Einfluss auf das menschliche Gehirn bewirkt. Im Bereich der Neuromusikologie wird untersucht, wie das Nervensystem reagiert und welche physiologischen Veränderungen damit zusammenhängen. Vereinfacht gesagt werden durch die Musik unterschiedliche Gehirnregionen stimuliert und gleichzeitig die Emotionen verändert.

In einer Studie an der University Miami untersuchte Professorin Dr. Teresa Lesiuk 5 Wochen lang die Arbeitsleistung von Softwareentwicklern. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass diejenigen, die Musik hörten, schneller Ergebnisse lieferten, die zudem kreativer als die der anderen Teilnehmer waren.

Das Hören von Musik schüttet das Wohlfühlhormon Dopamin aus und stimuliert den Belohnungsbereich im Gehirn. Dadurch entsteht eine Art wohliges Gefühl, welches sich positiv auf das Befinden am Arbeitsplatz und direkt auf die Arbeit auswirkt.

Folgende positiven Aspekte werden während dem Arbeiten mit Musik erkannt:

  • Verbesserung der kognitiven Funktion
  • Aktivierung des Denkzentrums
  • Weniger Ablenkung von außen durch die Nutzung von Kopfhörern
  • Stressreduzierung und Entspannung durch die Musik

Beispiele aus früheren Zeiten

Dass Musik produktivitätsfördernd wirkt und für ein besseres Arbeitsklima sorgt, wurde schon sehr früh erkannt. Bereits im 15. Jahrhundert setzte man Musik in Manufakturen ein, um ein besseres Arbeitsklima zu bilden. Auch während der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert wurde Musik zu diesem Zweck eingesetzt.

Im mittleren Westen wurde in den großen Wäschereien Ragtime gespielt, so dass der Begriff der „Ragtime Laundries“ entstand. Die damaligen Arbeiterinnen wurden durch die Musik in eine positivere Arbeitsstimmung und somit zu einer besseren Leistung motiviert.

Was es zu beachten gibt

Nicht jede Art von Musik wirkt beruhigend und motivierend. Aggressive Klänge, häufiges Wechseln zwischen verschiedenen Musikstilen oder sehr laute Töne wirken sich eher negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Leise Töne und harmonische Kompositionen sind dagegen eher konzentrationsfördernd.

Generell sollte das Hören von Musik im Büro passiv wahrgenommen werden. Daher eignen sich Stücke ohne Text besonders gut. Je nach Aufgabe sind unterschiedliche Musikstile empfehlenswert. Für monotone Aufgaben, die eher ermüdend wirken, helfen etwas dynamischere Lieder. Müssen komplexere Aufgaben bearbeitet werden, sind neben Liedern auch Naturgeräusche wie Meeresrauschen oder Vogelzwitschern fördernd. Diese sorgen dafür, dass das Wachstumshormon HGH ausgeschüttet wird und Stresshormone, der Blutdruck und die Herzfrequenz sinken. Der Körper ist in einem aufmerksamen und gleichzeitig entspannten Zustand. Für beruhigende Naturtöne und Klänge gibt es spezielle Apps.

Falls mehrere Personen in einem Büro arbeiten, empfiehlt es sich, dass die Musik über den Kopfhörer gehört wird. Nur wenn alle Anwesenden einverstanden sind und nicht gestört werden, ist auch ein Radio eine Möglichkeit, um am Arbeitsplatz Musik zu hören. Folgende Regeln sollten beim Musikhören im Büro beachtet werden:

  • Fragen Sie Ihren Chef, ob es Einwände gegen das Musikhören gibt
  • Fragen Sie Kolleginnen und Kollegen, ob es für sie okay ist, Musik zu hören (alternativ: Nutzen Sie einen Kopfhörer)
  • Bei mehreren Mithörern: Einigen Sie sich auf eine Playlist oder einen Sender, der allen zusagt
  • Achten Sie darauf, dass die Lautstärke angemessen ist
  • Singen Sie nicht mit

Musik im Homeoffice

In der aktuellen Zeit ist das Arbeiten im Homeoffice weit verbreitet. Hier haben Sie den Vorteil, dass Sie die Musikauswahl höchstens mit Mitbewohnern oder Familienmitgliedern abstimmen müssen, ansonsten aber völlig freie Auswahl haben. Sie können auch selbst entscheiden, ob Sie die Musik über einen Radiosender, ein Smart Device oder über Kopfhörer hören möchten.

Was die Musikauswahl betrifft, verhält es sich im Homeoffice gleich wie in einem Büro. Auch hier sollte die Musik nicht von der Arbeit ablenken, sondern motivierend wirken und das Arbeiten erleichtern.

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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