Whitney Houston: I WANNA DANCE WITH SOMEBODY

Dass irgendwann einmal eine Filmbiografie über Whitney Houston gedreht werden würde, war wohl abzusehen. Schließlich gehört sie mit weltweit 200 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Der Film trägt den Titel I WANNA DANCE WITH SOMEBODY  nach ihrem gleichnamigen berühmten Hit aus dem Jahre 1987 und kommt am 22. Dezember in die Kinos. Die britische Schauspielerin Naomie Ackie (Star Wars: Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers) spielt die ikonische Sängerin, während der US-Schauspieler Ashton Sanders als Bobby Brown an ihrer Seite zu sehen ist. Regie führte Kasi Lemmons, dem mit dem Drehbuch von Anthony McCarten ein beachtliches Werk gelang.

I WANNA DANCE WITH SOMEBODY stellt Houstons steile Karriere geschickt ihrem schwierigen Familienleben und späteren Abstieg in die Drogensucht gegenüber. Naomi Ackie überzeugt vor allem mit ihrer Darstellung der Turbulenzen im Leben der Sängerin. Zudem hat sie eine wunderbare Stimme, die sie im Film oft einsetzt. Dennoch stammt der Großteil des Gesangs von Houston selbst. Produzent Clive Davis hat alle Live-Aufnahmen der Musikerin in den Film eingebracht, die Ackie nahtlos lippensynchronisiert. Ein kleines Kunststück. Unter den vielen beeindruckend nachgestellten klassischen Videos und Konzertauftritten brilliert Ackie vor allem mit ihrer Darbietung von „The Star Spangled Banner“ beim Super Bowl im Jahre 1991. 

I WANNA DANCE WITH SOMEBODY ist keine Schönfärberei, sondern eine ausgewogene Mischung aus Licht und Schatten. Doch was den Film letztlich aus den üblichen Biopics heraushebt, ist The Voice, die beste Stimme ihrer Generation. Whitney Houstons Musik ist das, was die Skandale und den Klatsch überlebt, und dieser wunderbar schimmernde Klang ihrer Stimme ist das, was zählt und bleibt.   

Bereits vor dem Filmstart ist der offizielle Soundtrack bei RCA erschienen. Das Album enthält 35 Tracks, darunter bislang unveröffentlichtes Material, Neuinterpretationen, Klassiker und Liveaufnahmen wie das als Acapella dargebotene „Don’t Cry For Me“ oder der Titel „Far Enough“.  Freuen kann man sich insbesondere auch auf die bewegende Darbietung ihres Welthits „I Will Always Love You“ während einer Konzertreihe in Südafrika zu Ehren von Präsident Nelson Mandela im Jahre 1994.

Der Soundtrack zum Film

Zum nie zuvor veröffentlichten Material gehört Whitney Houstons Liveversion von „Don’t Cry For Me“, ein Song des amerikanischen Gospel-Duos BeBe & CeCe Winans, der hier als Acapella sowie neu interpretiert durch den niederländischen Produzenten Sam Feldt vorliegt. „Der Song ‚Don’t Cry For Me‘, der ursprünglich von Whitney Houston live gesungen wurde, ist wirklich eine Überraschungsentdeckung„, kommentiert Arista Records-Gründer und Produzent Clive Davis, der die Sängerin 1983 unter Vertrag nahm und auch ihr Debütalbum ausführend produzierte. „Die Texte fügen sich wunderbar in Whitneys Lebensgeschichte ein und ihre unvergleichliche Stimme dringt mit ihrer Botschaft ins Herz„, so der heute 90-Jährige.

Der Biopic-Soundtrack „I Wanna Dance With Somebody (The Movie: Whitney New, Classic and Reimagined)“ kann ab sofort überall gestreamt werden.

Standardbild
Hans Kaltwasser
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