Insekten sind für viele Menschen eher lästig und zumeist unsichtbar. Vor mehr als 400 Millionen Jahren fliegen Insekten erstmals durch die Luft. Sie bilden den Grundbaustein der Erde. Insekten sind die Helden im Verborgenen, wie der gleichnamige Film faszinierend zeigt. Und von ihnen und der gesamten Artenvielfalt hängt es ab, wie gut Menschen und Tiere leben können. Was sich im Verborgenen befindet, wird oftmals in seiner Tragweite missverstanden. Denn oft steckt im Kleinen eine riesige Wirkungskraft!
Der Film INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die vor 480 Millionen Jahren beginnt, und wir erleben im Zeitraffer, wie die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen. Das gelingt ihm mit atemberaubenden Bildern, erzählt von der Schauspielerin Katharina Thalbach.
Die Artenvielfalt ist seit Langem in Gefahr. War das eigentlich seit Menschengedenken so?

Insekten sind die artenreichste Tierklasse und hat zu Beginn der Entstehung unseres Planeten der Wind für Bestäubung gesorgt, so sind sie es plötzlich, die eine Partnerschaft mit Pflanzen und eine effektive Form der Bestäubung eingehen. Insekten haben auf diese Weise die Vielfalt der Landschaften und Nährstoffkreisläufe geschaffen. In Großaufnahme sieht man eine Hummel, wie sie dabei ist, den Blütenstaub aufzunehmen. Sie und ihre Insektenkolleg*innen sind für das Gleichgewicht des Planeten, für die Luft, das Wasser und unsere Nahrung verantwortlich. Unter uns befinden sich verborgene Helden, die verantwortlich dafür sind. Sie sind auch nachts aktiv und brauchen sicher mehr Dunkelheit, die unsere lichtverschmutzte Welt oftmals nicht mehr zur Verfügung stellt.
Mensch und Natur – Mensch ODER Natur
Mit dem Auftauchen des Homo sapiens beginnt eine neue Zeit. Der Film zeigt die Entwicklungsgeschichte der Insekten – von ihrer Geburt bis heute – und es wird deutlich, dass, wenn diese Entstehung auf eine 24h-Uhr projiziert werden würde, die gesamte Menschheitsgeschichte in dieser Uhr nicht einmal eine Minute lang dauerte. Wir sind also nur ein Flügelschlag in der Geschichte der Erde gewesen; doch Jahrtausende lang hat der Mensch mit landwirtschaftlicher Nutzung die Pflanzenvielfalt auch nicht verringert, sondern erhöht. Erst in den entscheidenden Epochen des Anthropozän ändert sich das.
Wir fühlen uns groß, aber „die größten Änderungen kommen oft von den kleinsten Wesen“ – Leonardo da Vinci
Doch noch ist ein Zusammenwirken von Mensch und Natur möglich. Jedoch besser machen geht nur, wenn man weiß, was falschgelaufen ist. Wie zum Beispiel die Monokulturen und die intensive Landnutzung, die die Lebensräume der Insekten bedrohen.

Der Film begleitet Landwirtinnen und Landwirte, die innovative Wege suchen, um die Nahrungsmittelproduktion und den Erhalt natürlicher Kreisläufe zu verbinden. Das Verbundprojekt heißt „Brommi“ (WWF), das in fünf Biosphärenreservaten Insektenschutzmaßnahmen umsetzt. Jeder Landwirt und jede Landwirtin hat eine effektive und eigene Weise gefunden, Insekten und Pflanzen zu schützen, um auf diesem Weg die Artenvielfalt zurückzubringen.
Denn ihnen ist klar, dass sie fundamentale Aufgaben im Ökosystem übernehmen, wie Bestäubung, Zersetzung und Bodenpflege.

Poetisch erzählt der Film über das komplexe, faszinierende System Natur, das zum Staunen und Nachdenken anregt. Er ist ein Plädoyer für den Schutz der Insekten und die Koexistenz von Mensch und Natur. Der Film verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, persönliche Geschichten und beeindruckende Bilder zu einem emotionalen und informativen Kinoerlebnis.
Mit cineastischen Makroaufnahmen, innovativen Techniken und einem kleinen, engagierten Team wurde der Mikrokosmos der Insekten eindrucksvoll eingefangen.
Ein faszinierender Film, der uns im wahrsten Sinne auf die Erde zurückbringt. INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN kommt heute in ausgewählte Kinos und ist ein wertvoller und ein wichtiger Beitrag zum Thema Artenschutz und ein Fest für die Sinne.







