Unrealistische Schönheitsideale bei TikTok und Co bekämpfen

In der Welt der sozialen Medien dreht sich vieles darum, wie wir unseren Körper bewerten – ein echtes Spiegelkabinett der Selbstwahrnehmung! Immer mehr junge Frauen jagen dem perfekten Schönheitsideal hinterher und greifen dabei zu ungesunden Mitteln und Tricks, um ihr Ziel zu erreichen. Körperpositive Bilder sowie witzige Beiträge, die gängige Körperklischees in den sozialen Medien kritisch reflektieren, veranlassen Frauen dazu, sich aktiv gegen unrealistische Schönheitsideale zu engagieren. – so eine aktuelle Studie der University of Surrey.

Die in der Fachzeitschrift Sex Roles veröffentlichte Studie enthüllte, wie solche „kritischen“ Bilder junge Frauen dazu bringen, ihren Körper mehr zu schätzen und dabei ein Gefühl von Dankbarkeit und Hoffnung zu wecken – genau jene Kräfte, die sozialen Wandel antreiben.

An der Studie nahmen 252 junge Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren teil. Dabei wurden die Auswirkungen des Betrachtens idealisierter Körperbilder mit denen von körperpositiven und humorvollen Parodien verglichen.

Die Resultate sprechen eine klare Sprache: Körperpositive und humorvolle Parodien wirken Wunder! Wenn Frauen Bilder sehen, die diese unrealistischen Körperideale aufs Korn nehmen, fühlen sie sich gleich viel wohler in ihrer Haut. Man entdeckte zudem eine Verbindung zwischen dem Betrachten solcher Bilder und dem gemeinsamen Drang, gegen die verzerrte und schädliche Welt der Online-Bilder anzukämpfen.

Dr. Fabio Fasoli, Hauptautor der Studie und Dozent für Sozialpsychologie an der Universität Surrey, sagte:

„Soziale Medien sind ein zentraler Bestandteil des Alltags und bieten Raum, um Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und auf dem Laufenden zu bleiben. Für viele Menschen, insbesondere für Frauen, können soziale Medien jedoch ein schwieriger Ort sein, da sie voller Inhalte sind, die speziell darauf ausgelegt sind, dass man weiter scrollt, und in einigen Fällen unrealistische Bilder verstärken.“

„Unsere Studie hat gezeigt, dass die Förderung vielfältiger und realistischer Bilder in sozialen Medien nicht nur für die Verbesserung des individuellen Wohlbefindens entscheidend ist, sondern auch für die Mobilisierung der Gemeinschaft, um sich für einen umfassenderen sozialen Wandel gegenüber dem aktuellen Status quo einzusetzen. Indem wir junge Frauen ermutigen, Accounts zu folgen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, die ein positives Körperbild vermitteln, können wir ihre psychische Gesundheit verbessern und ihre Medienkompetenz fördern.“

https://link.springer.com/article/10.1007/s11199-025-01593-3

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Ingrid
Ingrid

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