Trachtenmode – Die Geschichte zu Dirndl und Lederhose

Trachtenmode kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wird heute immer noch zu vielen Gelegenheiten getragen. Die meisten Menschen verbinden damit das Oktoberfest in München, da die Besucher dort stolz ihre Dirndl und Lederhosen präsentieren. Dabei handelt es um eine traditionelle Kleidung, die sich inzwischen den gängigen Trends angepasst hat.

Die Ursprünge der Trachtenmode

Die Trachtenmode hat ihren Ursprung vor Hunderten von Jahren, sie stammt aus dem Süden von Deutschland und den benachbarten Alpenregionen. Sie wird sowohl von Männern und Frauen als auch von Kindern getragen. Grundsätzlich sind für die Herstellung strapazierfähige Naturmaterialien zum Einsatz gekommen, die über eine lange Lebensdauer verfügen. Bei dieser althergebrachten Bekleidung lässt sich der Lokalkolorit der jeweiligen Region an der Form, den Farben und Stickereien erkennen. Außerdem gibt es bei Trachtenmode gewisse Unterschiede im Hinblick auf die Berufsgruppen. Darüber hinaus gibt es städtische und bäuerliche Trachten, welche dem Wandel der Zeit und den modischen Trends entsprechen. Sie werden neben dem Oktoberfest auch zu den folgenden Anlässen getragen:

  • Volksfeste
  • Hochzeiten
  • Familienfeierlichkeiten
  • Starkbierfeste
  • Im Biergarten
  • Cannstatter Wasen

Frauen tragen schön verzierte Dirndl und Männer eine zünftige Lederhose.

Die Herkunft des Dirndls

Die Bezeichnung Dirndl kommt von dem Wort Dirn. So wurden in früheren Zeiten in Bayern und Österreich die jungen Frauen genannt, welche als Mägde in der Haus- und Landwirtschaft beschäftigt waren. Ihre Arbeitskleidung trug den Namen Dirndlgewand, im Laufe der Jahre hat sich dieser Begriff auf Dirndl abgekürzt. In den Anfängen bestand das Arbeitskleid aus einem Oberteil, in Kombination mit einer Bluse und einem weiten Rock mit bunter Schürze, die damals als Schutz vor Abnutzung gedient hat. Auf diese Weise mussten die armen Bediensteten nicht so häufig ein neues Kleid kaufen, sondern bei Abnutzungserscheinungen nur die Schürze austauschen. Diese Dienstbotentracht setzte sich in der städtischen Oberschicht als ein ländliches Kleid durch. Die heutige Optik des Dirndls entstand erst in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Es besteht mittlerweile aus einem engen Mieder mit einer schmalen Taille und einem einfachen Rock mit Schürze. Außerdem lässt sich das Dirndl mit diesen Socken kombinieren, um dem Outfit einen authentischen Abschluss zu geben.

Die Entwicklung der Lederhose

Sehr beliebt sind Edelweiß-Stickereien, die schöne Blume ist typisch für die Alpen

Im Rahmen der Trachtenmode tragen Männer die klassische Lederhose, welche mit Hosenträgern befestigt wird. Sie ist mit einer Messertasche und einem Hosenplatz ausgestattet, dazu dienen landestypische Stickereien als Verzierung. In Bayern werden die Trachtenhosenträger der Gebirgsbauern verziert und haben eine schmückende Funktion inne. Dagegen zeigen sie in Franken und dem württembergischen Raum keine Verzierungen. Üblich sind auch Applikationen und Embleme auf der Lederhose, ebenso wie die eigenen Initialen und das Wappen der jeweiligen Region sowie des Bundeslandes. Sehr beliebt sind Edelweiß-Stickereien, die schöne Blume ist typisch für die Alpen. Die Auswahl von Leder ist nicht nur ein Ausdruck von Heimatliebe, dabei handelt es sich um ein robustes Material. Aufgrund der geringen finanziellen Mittel der Träger musste die Lederhose lange halten. Im Verlauf der Jahre passt sie sich dem Körper des Trägers an und wird zum treuen Begleiter. Für besondere Veranstaltungen tragen Herren zur Lederhose eine Weste aus Samt mit einem kleinkarierten Hemd darunter. Heute sitzen die Lederhosen viel enger als früher, so betonen sie noch besser die maskuline Figur.

Fazit

Die Geschichte der Trachtenmode basiert auf der Kleidung der damaligen Landbevölkerung und der Bediensteten in Bayern und den angrenzenden Alpenregionen. Heutzutage werden Dirndl und Lederhose zu allen möglichen Anlässen getragen.

Titelbild: Image by jacqueline macou from Pixabay

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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