Susanna – „Alchemy of Suffering“

Leiden und Ekstase liegen dicht beieinander. Das beschrieb bereits der große Baudelaire in seinem Gedicht „Alchemy of Suffering“. Auch heute noch sind dessen Werke Inspirationsquelle für Künstler und Künstlerinnen. Auch die Singer-Songwriterin Susanna war sofort von der ersten Strophe des Gedichts angetan, mehr noch, sie fühlte sich sofort darin wiedererkannt:

Nature, one man lend you fire,
Another dulls you with his grief.
What says to one: Here is the grave,
Says to the other: Glory, Life!

In ihrem Song übersetzt sie diese beiden gegensätzlichen emotionalen Zustände in tranceartige Klaviermuster, und ihre unverwechselbarer Stimme verwandelt das Gedicht von Baudelaire aus dem 19. Jahrhundert in eine moderne experimentelle Hymne. Stina Stjern fügt mit ihren auf Tonbandgeräten gespielten Maschinengeräuschen eine schwebende Textur hinzu.

Der Song „Alchemy of Suffering“ ist die erste Auskopplung aus ihrem kommenden Album „Elevation“, dem Nachfolger des 2020 erschienenen „Baudelaire & Piano“. Das Musikvideo feiert heute seine Premiere.

Die in Oslo lebende Künstlerin Susanna hat seit 2004 Musik als Susanna and the Magical Orchestra und „nur“ als Susanna veröffentlicht, und zwar über Labels wie Rune Grammofon, ECM Records und ihr eigenes Label SusannaSonata (gegründet 2011). Sie hat mit Künstlern wie Jenny Hval, Bonnie ‚Prince‘ Billy und John Paul Jones zusammengearbeitet und ist sehr aktiv in verschiedenen Projekten, als Songwriterin/Komponistin und mit persönlichen Interpretationen von Songs anderer. Susanna hat drei norwegische Grammy-Preise und viele andere Preise für ihre Musik und ihre Arbeit als Künstlerin erhalten. Ihre Musik wurde in Fernsehserien wie Grey’s Anatomy, Skins, SKAM und der neueren Serie New Pope auf HBO verwendet.

Photo By Signe Fuglesteg Luksengard

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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