Souad Massi veröffentlicht mit der Single „Samt“ (Stille) einen ersten Vorgeschmack zum kommenden Album „Zagate“, das am 6. März 2026 auf CD/LP/DL erscheint. Sie wurde in Bab-El-Oued, einem Arbeiterviertel mit vielfältiger Kultur in Algier, geboren und wuchs umgeben von starken Frauen in einer von Männern dominierten Welt auf. In ihr festigte sich die Überzeugung, dass Unabhängigkeit der Schlüssel zur Freiheit ist.
Souad Massi studierte klassische Gitarre, schrieb Gedichte, studierte Philosophie und entdeckte Künstler wie Oum Kalthoum, Amália Rodrigues, Joan Baez, Bob Dylan und Led Zeppelin. „Als ich Kashmir zum ersten Mal hörte, bekam ich Gänsehaut. Es fühlte sich an, als würde mich diese westliche Musik, die ich so bewunderte, endlich willkommen heißen.“
Als Leadsängerin der Rockgruppe Atakor reiste sie Ende der 1990er Jahre durch Algerien, mitten in der „Schwarzen Dekade“, einer Zeit intensiver Angst und Gewalt. Dann, im Jahr 1999, veränderte eine Einladung nach Paris ihr Leben: Sie nahm Raoui auf, ihr erstes Album, das in Frankreich Goldstatus erreichte. In ihrem folgenden Album Deb bekräftigte sie ihren Folk-Stil, inspiriert vom algerischen Sänger Idir. Mesk Elil gewann einen Victoire de la Musique (französischer Grammy) und erlangte damit den Ruf als die bittersüße Stimme des Exils.
„Zagate“ kommt vom französischen „ça se gâte“ – ein Ausdruck aus Algerien, der sagt: Die Lage wird schlechter. Der Titel ist weit mehr als nur ein sprachlicher Fingerzeig – er erzählt von Massis doppelter Herkunft: Algerien, ihr Geburtsort, und Frankreich, wo sie seit 26 Jahren ihre Musik lebt und liebt. Dies ebnet den Weg für ein intensives Album, ohne die Zerbrechlichkeit zu verraten, für die sie bekannt geworden ist.
Der Song versetzt den Hörer in eine andere Welt und besitzt dennoch eine universelle Bedeutung.







