Schönes Wochenende

Das Wochenende steht in der Tonhalle Düsseldorf und der Sammlung Philara ganz im Zeichen der Neuen Musik: Das Minifestival »Schönes Wochenende« im Rahmen des Schumannfestes bietet vom 17. bis 19. Juni in fünf Konzerten außergewöhnliche klangliche und visuelle Erlebnisse.

Den Auftakt bildet eine interaktive Klanginstallation in der Sammlung Philara. Die japanische Performancekünstlerin Chiharu Shiota hat gemeinsam mit dem Musiker Jeremias Schwarzer einen hybriden Wahrnehmungsraum zwischen Kunstausstellung und Konzert entwickelt. »NUQTA – The beginning« ist in drei Aufführungen am Freitag und Samstag um 20 Uhr sowie am Sonntag um 18 Uhr zu sehen. Hochkarätige Musikerinnen und Musiker treten solistisch und im Ensemble in Dialog mit der Installation. Der Raum wird zum lebendigen, pulsierenden Organismus voller Poesie und Überraschungen – und das Publikum ein Teil davon.

Am Samstag ist Isabelle Faust, eine der hochkarätigsten, neugierigsten und vielseitigsten Geigerinnen der Gegenwart, mit einem ganz besonderen Konzertprojekt in der Tonhalle zu Gast. In »Ce qui coule du geste« (dt. »Was aus der Geste fließt«) spielt Faust solo, während die französische Künstlerin Charlotte Guibé dazu live auf der Bühne malt. Im Zentrum des Programms stehen Werke von Ondrej Adámek, die Faust im Wechsel mit barocken Kompositionen von Bach, Biber, Mattheis und Pisendel spielt – nicht nur eine Begegnung verschiedener musikalischer Welten, sondern auch eine Begegnung von barocker und zeitgenössischer Malerei. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr, das Publikum sitzt dabei gemeinsam mit den beiden Künstlerinnen auf der Bühne.

Am Sonntag laden wir zu »Kreislers Salon« in die Rotunde der Tonhalle ein: Inspiriert von den Farb-Musik-Experimenten Alexander Skrjabins hat der Klarinettist Martin Albrecht »The Scriabin Code« gegründet. Das Projekt steht für genreübergreifende Musik, Rekomposition, Improvisation und raumfüllend projizierte Live-Bewegtmalerei. Das klassische Musikmaterial wird auf vielfache Weise geöffnet, re-komponiert, verfremdet und mit live generierten Bildern kombiniert, die eine neue Wahrnehmungsebene erzeugen. Kernstück des Liveprojektes von Martin Albrecht in der Tonhalle ist der von Robert Schumann komponierte Klavierzyklus »Kreisleriana« nach E.T.A. Hoffmann. Albrecht und sein Scriabin-Code-Ensemble nehmen das Werk zum Ausgangspunkt für eine eigene synästhetische Musikperformance. Das Konzert beginnt um 18 Uhr.

Titelbild The Scriabin Code Foto: Daniel Janik

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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