Schmetterlinge

„Schmetterlinge im Bauch“ – dieses Gefühl haben wir alle schon einmal gespürt. Es kann bei positiven Emotionen wie Verliebtsein entstehen, aber auch bei negativen Gefühlen spürbar sein. Denn zwischen unserem Bauch und unseren Gefühlen gibt es ein harmonisches Zusammenspiel.
Doch hier dreht sich alles um die filigranen und faszinierenden Insekten, die Schmetterlinge, deren kurzer Lebensfunken von 15 bis 29 Tagen verglüht und deren Population am seidenen Faden hängt.

Sie gelten als empfindliche „Frühwarnsysteme“ für Umweltveränderungen. Zum Beispiel reagieren sie stark und schnell auf Auswirkungen des Klimawandels. Schmetterlinge wechseln dann ihre Umgebung, verlagern ihre Lebensräume. Wie häufig und in welche Richtung sie das tun, hat nun ein internationales Forschungsteam untersucht.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werteten dafür 7000 Studien aus 105 Ländern aus. Sie analysierten Daten, die bis 1991 zurückreichen, und befragten Expertinnen und Experten aus 49 Ländern. Diese lieferten standardisierte Bewertungen, in welchen Regionen und in welche Richtung sich die Lebensräume bestimmter Arten verändert haben.

Dr. Kerstin Jantke vom Exzellenzcluster Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) an der Universität Hamburg und ihre Kollegin Luisa Gensch, die an der Universität Hamburg und am Max-Planck-Institut für Meteorologie forscht, trugen die Daten aus dem deutschsprachigen Raum zusammen.

„Durch die Kombination von internationalen wissenschaftlichen Publikationen, lokaler Expertenmeinungen und nicht-englischsprachigen Quellen konnten wir ein viel umfassenderes Bild der weltweiten Artenverschiebungen erstellen als es herkömmliche Datenerhebungen ermöglichen“, sagt Dr. Jantke.

6.000 Nachweise von Arealverschiebungen

Dabei stellten die Wissenschaftlerinnen fest, dass rund 80 Prozent der Arten ihre Verbreitung ausgedehnt hat und mit steigenden Temperaturen in andere geeignete Gebiete vorgedrungen ist. Gleichzeitig gab etwa ein Viertel der Arten die ursprünglichen Lebensräume auf und wich in höher oder tiefer liegende Gebiete aus.

Problematisch ist die Situation laut Jantke insbesondere für tropische Schmetterlinge, denn sie leben bereits nahe an ihren maximalen Temperaturgrenzen.

„Schon eine geringe weitere Erwärmung des Klimas könnte hier rasch zum Aussterben von Arten führen, zumal die Zerstörung von Lebensräumen in den Tropen weiter schnell voranschreitet“, so die Wissenschaftlerin.

In der Studie wurde die Häufigkeit einzelner Arten nicht erfasst. Es gibt Hinweise auf einen globalen Rückgang der Populationen, auch in Deutschland, was laut Jantke Anlass zur Sorge ist. Verbesserte, länderübergreifende Monitoringprogramme und die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Insekten bei der Planung von Naturschutzgebieten seien deswegen dringend erforderlich.

Der Artikel öffnet uns die Augen und verdeutlicht, wie bedeutend Schmetterlinge für unsere Umwelt sind. Diese beiden Songs nehmen das Thema auf ihre ganz eigene Weise mit, und wer weiß, vielleicht zaubern sie ja auch ein bisschen Schmetterlingsflattern im Bauch herbei.

Tom Odell, der britische Superstar, der mit seinem Debütalbum „Long Way Down“ sogleich den ersten Platz in der UK Official Chart erreichte ist hier mit seinem Song Butterflies mit AURORA zu hören.
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Ingrid
Ingrid

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