Schallplatten Sommer

Die siebzehnjährige Maserati hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen. Auch ihr Äußeres ist irgendwie besonders. Nicht, dass sie von herausragender Schönheit wäre, aber wo sie auch hinkommt, erregt sie Aufsehen. Zurzeit hilft sie ihrer Oma in deren kleinen Gaststätte aus, die mit dreierlei Hackfleisch gefüllten Teigtaschen auch bei den jährlichen Sommergästen gut ankommt.

Maserati braucht noch ein Jahr bis zu ihrem Abitur und ihrer Volljährigkeit und dann wäre sie frei. Doch ihre Oma braucht sie. Immer häufiger spürt Maserati, dass diese in ihre demente Welt abdriftet. Doch als in die verfallene Villa in der direkten Nachbarschaft ein reiches Ehepaar mit zwei Söhnen einzieht, bekommt Oma wieder etwas mehr Schwung.

Die beiden Söhne Caspar und Theo sind sogleich fasziniert von Maserati, die deren Annäherungsversuchen zunächst kühl abwehrt. Sie hat genug Probleme. Und schon gar nicht möchte sie wie ihre Mutter werden. Liebesbeziehungen braucht sie nicht.

Doch schließlich bleibt es nicht aus, dass sie sich öfter sehen und beide jungen Männer Maserati auf ihre Art Rätsel aufgeben. So nervt Theo mit einer alten Schallplatte, auf deren Cover ein Mädchen zu sehen ist, das Maserati verblüffend ähnlich sieht. Sie weiß, wer da abgebildet ist. Wird Maserati ihr Geheimnis für sich behalten können? …

Alina Bronsky überzeugt mit ihrem Roman „Schallplatten Sommer“ nicht nur junge Leser*innen. Generationsübergreifend fasziniert sie mit ihrem temporeichen und empathischen Erzählstil und einer tiefgründigen Story über ein Mädchen zwischen Jugendzeit und Erwachsensein. Einfach wunderbar!

Schallplatten Sommer
Autorin: Alina Bronsky

ISBN: 978-3-423-76370-7
Erscheinungsdatum: 13.04.2022

192 Seiten

Verlag: dtv

Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland, geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Ihr Debütroman ›Scherbenpark‹, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, wurde auf Anhieb zu einem Bestseller und für das Kino verfilmt. Es folgten weitere hoch erfolgreiche Bücher wie der Roman ›Baba Dunjas letzte Liebe‹, der lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand und für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Alina Bronsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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