Pianoday: Dreimal unwiderstehliche 88 Tastenmusik

2015 rief Nils Frahm den Pianoday ins Leben. Jeweils am 88. Tag des Jahres – entsprechend den 88 Klaviertasten, – wird er gefeiert. In diesem Jahr fällt er auf den 29. März. An diesem Tag werden alle Formen von Tasteninstrumenten geehrt, um die Freude am Klavierspielen zu teilen. Das erste von Pianoday initiierte Projekt war 2015 der Bau des größten Klaviers der Welt – das Modell 450 des Klavierbauers David Klavins. Im Unterschied zum horizontal gebauten klassischen Konzertflügel wird das 4,50 Meter große M450 vertikal über zwei Stockwerke aufgebaut und wiegt fast eine Tonne.

Nils Frahm entwickelte eine ganz besonderen und individuellen Ansatz und produziert sorgfältige und genreübergreifende Musik, die das Publikum regelmäßig fesselt.

Abdullah Ibrahim – Blue Bolero

Abdullah Ibrahim (*9. Oktober 1934) gehört zu den bedeutendsten Pianisten Südafrikas und ist eine Ikone des Jazz. Er hat die Schrecken der Apartheid miterlebt und komponierte das als „Anti-Apartheid-Hymne“ bekannt gewordene Musikstück „Mannenberg“. Anfang der 1960er-Jahre, spielte er in den USA mit Duke Ellington und John Coltrane und entwickelte sich zum weltweit geschätzten Musiker und Komponisten. In Südafrika blieb er eine wichtige musikalische und politische Stimme.

Seine musikalischen Einflüsse bezog Abdullah Ibrahim, der sich zu Beginn seiner Karriere noch »Dollar Brand« nannte, aus der traditionell afrikanischen Musik, christlichen Hymnen, Gospels und Spirituals sowie amerikanischen Jazz, Township- und klassischer Musik. Daraus entwickelt sich sein unverwechselbarer Sound und musikalisches Repertoire. Seit Jahrzehnten spielt er Solokonzerte auf der ganzen Welt. Ein Magier der 88 Tasten, mit denen er unvergessliche Musiklandschaften erstehen lässt.


“Blue Bolero”

Termin in Deutschland
Sa, 26.8.2023 20 Uhr
ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL
ABDULLAH IBRAHIM

Bruce Liu – Chopin Nocturne No. 20

Bruce Liu (*8. Mai 1997), der kanadische Pianist gewann 2021 den 18. internationalen Chopin-Klavierwettbewerb und wird seitdem weltweit von der Kritik gefeiert: „Er sorgte mit einem Konzert, das Tradition und Originalität verband, für Aufsehen“, so ResMusica über sein Pariser Debüt im Théâtre des Champs-Élysées im Januar. Die 18. Auflage des Wettbewerbs, die wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben wurde, war von einem besonders hohen Spielniveau geprägt. Die Zeit nutzte Bruce Lui und erweiterte sein Wissen über Chopin. Beschäftigte sich mit anderen Komponisten. Ein neuer Stern am Himmel des klassischen Pianospiels.

Standardbild
Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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