Die phil.COLOGNE 2026 in Köln findet dieses Jahr vom 6. bis 15. Juni statt und setzt ihren Fokus auf aktuelle gesellschaftliche, politische und technologische Fragen sowie Bildungsangebote für Schulen.
Insbesondere widmet sich das Event großen Fragen unserer Zeit, darunter globale Machtverschiebungen, Protest- und Debattenkultur, Künstliche Intelligenz und digitale Gewalt. Mit 34 Veranstaltungen und nationalen und internationalen Experten aus Philosophie, Wissenschaft und Politik bietet es ein umfassendes und interessantes Programm.
Eröffnet wird das Festival durch Ivan Krastev, der über Demokratie, Zukunftsgestaltung und Krisen spricht. Weitere zentrale Diskussionen behandeln politische Empathie, autoritäre Tendenzen, digitale Gewalt, Macht und Charisma, sowie die Rolle der Medien und Gesellschaft im Zeitalter der KI.
Es gibt Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten wie Joschka Fischer, Jörg Lau, Kohei Saito, Florian Illies, Michel Foucault-Biograf Didier Eribon, sowie Experten für digitale Öffentlichkeit, Sicherheitspolitik und Philosophie.
Der japanische Philosoph und Politökonom Kohei Saito ist einer der weltweit bekanntesten ökonomischen Vordenker und zieht die ernüchternde Bilanz: Unsere Zukunft wird nicht von Beschleunigung, sondern von Knappheit, Destabilisierung und Naturkatastrophen geprägt sein. Seine radikale und unbequeme Antwort: eine neu gedachte Planwirtschaft, die das Überleben ins Zentrum stellt. (9.6., 18 Uhr, COMEDIA Theater)
Es werden auch gesellschaftliche Fragen wie Körpernormen und Einsamkeit diskutiert:
Weibliche Körper unterliegen ständigen Bewertungsmechanismen. Die Publizistin Mirna Funk vertritt einen selbstbestimmten Feminismus, geprägt von ihrer jüdischen und ostdeutschen Herkunft. Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner forscht zu Body Positivity und „ekligen“ Körpern. Ein Gespräch
über Schönheitsnormen und Selbstbestimmung. (12.6., 20.30 Uhr, COMEDIA Theater)
Einsamkeit gilt zunehmend als eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft – persönlich wie politisch. Maike Luhmann ist eine der profiliertesten Einsamkeitsforscherinnen Deutschlands. Der Philosoph Michael Zichy sieht Einsamkeit als Mangel an Anerkennung und Bedeutung. Im Gespräch mit
Jürgen Wiebicke nähern sie sich der „Volkskrankheit“. (13.6., 17.30 Uhr, COMEDIA Theater)
Chinas weltpolitische Bedeutung wächst schier unaufhaltsam. Der Politikwissenschaftler Wu Guoguang kennt den chinesischen Machtapparat genau. Als Reformpolitiker der 1980er-Jahre erlebte er das Ende von Pekings Öffnungsversprechen, heute forscht er an der Stanford University. Im Gespräch mit dem
Sinologen Daniel Leese geht es um Chinas Ambitionen – und darum, welche Fehler Europa im Umgang mit Peking begeht. (13.6., 19 Uhr, COMEDIA Theater)
KlasseDenken – phil.COLOGNE für Schulklassen
Das Kinder- und Jugendprogramm der phil.COLOGNE, KlasseDenken, macht Philosophie lebendig und
feiert in 13 Veranstaltungen für alle Schulformen das gemeinsame Denken! Fachleute aus Philosophie
und Wissenschaft kommen mit Schüler:innen ins Gespräch über Themen, die ihrer Lebensrealität
möglichst nahe sind: Wie können wir Demokratie gestalten? Entscheidet Herkunft über Chancen? Was
ist Geld? Wie nutzen wir KI für souveränes Denken? Und was würde uns Hannah Arendt heute sagen?
Das Programm organisiert den persönlichen Austausch über verschiedene Denkansätze
Kurzum Podiumsdiskussionen, Lesungen, Kabarett, Theater und interaktive Formate, all das bietet die phil.COLOGNE. Der Ticketverkauf startet heute, am 5. Mai 2026 um 12 Uhr online sowie an Vorverkaufsstellen. www.philcologne.de und www.myticket.de







