Online – weniger Herzklopfen und Glück

Über Online-Dating und eine darauf folgende glückliche Beziehung konnte in den Medien häufig gelesen werden. Nun zeigt eine neue Studie, in der 6.646 Personen aus 50 Ländern befragt wurden, andere Ergebnisse. Wer online seinen Partner/seine Partnerin gefunden hat, erlebt oft weniger Glück, tief empfundene Liebe und Herzklopfen in der Beziehung.

Im Schnitt fanden 16 Prozent der Teilnehmer ihre Liebsten online – und bei denjenigen, die ihre Romanze nach 2010 starteten, kletterte dieser Wert sogar auf 21 Prozent!

Laut den Forschern könnten verschiedene Faktoren die Studienergebnisse erklären – etwa, dass Paare, die sich offline begegnen, oft wie Seelenverwandte wirken, während Online-Paare da bunter gemischt sind. Paare, die sozial und bildungsmäßig auf einer Wellenlänge sind, erleben oft eine Beziehung, die von Unterstützung, Akzeptanz und gemeinsamen Werten geprägt ist.

Im weiten Netz des Internets tummeln sich unzählige potenzielle Partner – eine wahre Schatztruhe der Möglichkeiten! Doch so verlockend diese Vielfalt auch ist, sie kann uns schnell in einem Meer aus Optionen ertrinken lassen.

Im Gegensatz zu früheren Erkenntnissen fanden die Forscher auch keine Hinweise darauf, dass jüngere Menschen eher dazu neigen, ihren Partner online kennenzulernen. Dies deutet darauf hin, dass die Nutzung von Online-Plattformen für alle Altersgruppen zugänglich geworden ist.

Forscher vermuten, dass die Motivationen fürs Online-Dating mit der „Swipe-Kultur“ eine neue Dimension erreicht haben – einer Welt, in der das schnelle Wischen regiert und das Aussehen mehr zählt als das gründliche Kennenlernen. Damals jagten Nutzer nach dem Traumpartner fürs Leben, heute hingegen sind lockere Beziehungen der Trend. Das könnte die Qualität unserer Beziehungen ganz schön auf die Probe stellen. Und im digitalen Dschungel lauert eine zusätzliche Falle: Warnsignale, die im echten Leben klar aufleuchten, werden online oft übersehen.

Wer also mehr Herzklopfen und fantastische Gefühle beim Dating und später in der Beziehung erleben möchte, sollte zwischendurch mal offline nach Partner*innen suchen!

Die Studie war eine Zusammenarbeit zwischen Experten der Universität Breslau, der ANU und der Universität Stirling. Die Forschungsergebnisse wurden in Telematics and Informatics veröffentlicht.

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
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