Grafikdesign begegnet uns überall, ob auf Lebensmittelverpackungen, als digitale Interfaces auf unseren Smartphones oder Werbeflächen und Leitsystemen im öffentlichen Raum. Medien sind grafisch und sollen eine Wirkung erzielen. Grafikdesign prägt, wie wir wahrnehmen, verstehen, fühlen und handeln – oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind.
Die Ausstellung im Frankfurter Museum für angewandte Kunst untersucht in der Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet, die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche.
Weder die Darstellung noch die Werkzeuge, mit denen gestaltet wird, sind neutral. Die Geschichte des Grafikdesigns ist eng mit technologischem Fortschritt verbunden. Aktuell stößt uns die Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz in eine neue Medienrevolution und fordert auch die Disziplin des Grafikdesigns grundlegend heraus.

Aline Bavier, Sophia Becker, re constructed, 2026
© Sophia Becker
Drei raumbezogene Arbeiten von Robin Coenen und Danielle Rosales, Sophia Becker und Aline Bavier sowie Anja Kaiser und Rebecca Stephany beleuchten Grafikdesign als Sprache des Alltags, als Instrument der Wissensproduktion, als System aus Werkzeugen und Methoden, die selbst gestalten – und als offenes, widersprüchliches Feld, das sein Potenzial in Vielstimmigkeit und der Bereitschaft entfaltet, Gegebenheiten zu hinterfragen.

Robin Coenen, Danielle Rosales / Visual Intelligence, Berlin, Design Macht Wissen, 2026
© Visual Intelligence, Berlin
Die Ausstellung macht sichtbar, wie Grafikdesign unsere Wirklichkeit formt – und lädt dazu ein, aufgeworfene Fragen weiterzudenken und die gesellschaftliche Verantwortung der Disziplin neu zu verhandeln.
Kurator: Dr. Jonas Deute
On Display
Wie Grafikdesign uns gestaltet
vom 21. August – 8. November 2026 im Museum Angewandte Kunst Frankfurt a.M.
Titelbild: Foto: Günzel/Rademacher © Museum Angewandte Kunst







