Eine frische Studie der Universität Jyväskylä entlarvt, wer beim Lauschen von Musik zwiegespaltene Emotionen erlebt – und dass unser Draht zur Musik vielschichtiger und bunter ist, als man glaubt. Oft, wird behauptet, traurige Musik zieht uns runter, fröhliche hebt uns hoch – doch die Hörer*innen spüren viel mehr als nur Schwarz und Weiß in ihren Gefühlen.
Grund dafür könnte die Fragestellung bei vielen umfragebasierten Studien sein. Oft können die Befragten nur eine einzige empfundene Emotion auswählen. Dies löste bei den Forscherinnen die spannende Frage aus: Wie oft fühlt man beim Musikhören sowohl ein Feuerwerk an positiven Emotionen – Liebe, Glück, Entspannung – als auch diese melancholischen Schatten wie Traurigkeit, Schmerz und Einsamkeit?
Die Studie wertete Datensätze von 2.137 Teilnehmern aus 84 Ländern aus.
Jeder Teilnehmer nannte ein Lied, das für ihn persönlich von Bedeutung war, und bewertete, wie stark er die einzelnen Emotionen beim Anhören empfand. Die Teilnehmer erzählten, wie oft sie Musik in ihrem Leben einsetzen, um in Erinnerungen zu schwelgen, ihre Identität zu formen oder ihre Gefühle in den Griff zu bekommen – sei es, um schlechte Laune zu vertreiben oder den Stress einfach mal wegzuhören.
Hörgewohnheiten beeinflussen, ob wir gemischte Emotionen erleben
Die Ergebnisse zeigten, dass die Art und Weise, wie Menschen Musik nutzen, Einfluss darauf hatte, ob sie unterschiedliche Emotionen gleichzeitig erlebten. Lieder, die als Schlüssel zu unseren Gefühlswelten dienen, Emotionen durchklopfen und die eigene Identität laut und bunt auf die Bühne bringen, entfachen oft ein Feuerwerk gemischter Emotionen. Im Gegensatz dazu wirken Songs, die sanft als emotionaler Regulator oder entspannende Ablenkung fungieren, meist wie ein kühler Schatten und wecken weniger wirbelnde Gefühle.
Ein Mix von Gefühlen kam öfter bei jüngeren Menschen vor. Auch bei denen, die stark heftig fühlen, spontan und flexibel sind. Sie zeigten sich gern bei den Personen, die Unabhängigkeit lieben, ihre Ziele verfolgen und Erfolge feiern – und dabei locker damit umgehen, dass Status und Erfolg unterschiedlich verteilt sind.
Insgesamt verdeutlicht die Studie, wie individuelle Unterschiede, so wie Alter, Persönlichkeit und kulturelle Orientierung musikalische Emotionen prägen, und dass Lieder, die uns am Herzen liegen, tendenziell komplexere Emotionen hervorrufen, was zeigt, wie nuanciert unsere Beziehung zur Musik sein kann.
Quelle: Science direct
Wir hoffen, dass die Songs, die wir ausgewählt haben, nur positive Emotionen hervorrufen und wünschen ein schönes Wochenende:
Lizz Wright & Kenny Banks Sr. – Soon I Will Be Done
Die Jazzsängerin und Songwriterin Lizz Wright hat gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Kenny Banks Sr. die bevorstehende Veröffentlichung ihres Duo-Albums „Nearness“ mit der ersten Single „Soon I Will Be Done“ angekündigt. Das Album erscheint am 25. September 2026 bei Blues & Greens Records und Candid Records. Elf Titel sind darauf zu hören, die aus Standards und Spirituals bestehen. Und ein intimes Schaufenster für das Talent der beiden Künstler sowie für ihre kreative Verbindung offenbart.
Die neue Single „Soon I Will Be Done“ ist Wrights intensive und emotionale Interpretation des einst von Mahalia Jackson gesungene Spiritual. Über ihre neue und mutige Interpretation sagt Wright:
„Es fühlt sich an, als würde man alte Werkzeuge aus einem Museum holen, sie über einen Schleifstein ziehen und sie wieder scharf und glänzend machen. Wenn es mir gelingt, sie aus ihrem historischen Kontext zu lösen, kann ich ihnen wirklich etwas Neues verleihen.“
pre-order: https://lizzwright.lnk.to/nearnessPR | Tour in Deutschland: July 11, 2026 – ELBJAZZ – Hamburg, October 21, 2026 – Kulturetage – Oldenburg.
Carla Kaltenböck – A Dream
Carla Kaltenböck ist eine Wiener Jazz-Vokalistin, Komponistin und Lyrikerin, die derzeit Jazzgesang an der JAM Music Lab Privatuniversität studiert. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und dem kreativen Mix tanzt sie locker zwischen modernem Jazz, Soul und frischen, zeitgenössischen Beats. Neben eigenen Projekten wie „Carla’s Café“ und dem Neo-Soul-Kollektiv „Orange Orchid“ ist sie als Bandleaderin, Songwriterin und Performerin aktiv.
„A Dream“ ist eine Metapher für die verschiedenen Sinnbilder und Momente, in denen wir uns tagtäglich bewegen. Gerade die Traumwelt ist dabei ein sehr bildliches Beispiel, wie tief das menschliche Bewusstsein gehen kann. Dabei ist die eigentliche Frage die Reaktion auf das Erlebte, so die letzte Textzeile: ‘But I can change how I observe and make it all look absurd.’ ”, Carla Kaltenböck über ihre Single.







