MUNCH – ein Film von Henrik M. Dahlsbakken

Mit 17 schrieb Munch in sein Tagebuch: „Ich habe mich entschieden, Maler zu werden.“ Sein Interesse am Zeichnen zeigte sich bereits früh. Als Kind war er häufig krank und musste lange Zeit der Schule fern bleiben. Um sich die Zeit zu vertreiben, begann er zu zeichnen – und so entstand seine große Leidenschaft.

Maler, Exzentriker, Genie: Edvard Munch, Begründer des Expressionismus, ist einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Seine Fähigkeit, Emotionen bildlich darzustellen, machten ihn berühmt. „Der Schrei“ gehört zu den wichtigsten Gemälden des 20. Jahrhunderts. Aber wer war Edvard Munch? In vier Episoden entfaltet der Film die einzigartige Biografie eines getriebenen Geistes. Vom aufstrebenden Künstler im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum eigenwilligen Greis, der sein Lebenswerk im besetzten Norwegen vor den Nazis schützt. Munchs Leben ist verwoben mit der europäischen Geschichte, geprägt von riesigem Erfolg und katastrophalem Scheitern, euphorischer Ekstase und selbstzerstörerischem Exzess.

Junge Liebe: Zwischen Kunststudent Edvard Munch (Alfred Ekker Strande) und seiner Angebeteten Milly Thaulow (Thea Lambrechts Vaulen) funkt es auf den ersten Blick. © Splendid Film

Der Regisseur Henrik M. Dahlsbakken erzählt folgendes zum Film:

Ich habe an diesem Film seit Juli 2018 gearbeitet. Nach langer und intensiver Recherche wählte ich vier sehr spezifische Abschnitte aus Edvard Munchs Leben, auf die ich meinen Fokus legte. Danach suchte ich nach passenden Schauspielern für jede der Zeitebenen und arbeitete fast zwei Jahre mit ihnen, bevor wir mit dem Dreh anfingen. Für mich liefern diese vier Lebensabschnitte in ihrem Zusammenwirken einen tiefen und vielschichtigen Einblick in den Menschen Edvard Munch, in seine Entscheidungen, seine Beziehungen und sein künstlerisches Vermächtnis.

In Berlin plant der Maler (Mattis Herman Nyquist) seine bisher wichtigste Ausstellung. © Splendid Film

Der Film MUNCH versucht die Vielschichtigkeit des letztlich unergründlichen Künstlers einzufangen. Mit Schwarz-Weiß-Ästhetik und Gegenwartsvisionen gelingt dem Regisseur Henrik Martin Dahlsbakken ein intensives Jahrhundert-Porträt, ein Leben als Tour de Force durch die Zeitebenen und Stilwelten und auf der Jagd nach jenem Echo, das dem weltberühmten „Schrei“ bis heute nachhallt.

https://tickets.splendid-film.de/munch

Zauber des Norden

Die Ausstellung „Zauber des Nordens“ ist eine Kooperation mit dem MUNCH in Oslo. Sie erzählt anhand von Malerei, Grafik und Fotografie die Geschichte von Edvard Munch und Berlin.Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie ist noch bis 22.1.2024 zu sehen

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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