Sein einziges Werk für die Opernbühne bezeichnete Astor Piazzolla als Tango Operita – eine kleine Tango-Oper – und schuf mit „María de Buenos Aires“ einen vielschichtigen Genrespringer zwischen Orchester-, Gitarren- und Bandonéonklang, Gesang und Sprechgesang und natürlich dem Tangotanz. Regisseur Johannes Erath fügt die surrealen Tableaus über Lieben und Leiden zu einem atmosphärischen Bilderreigen zusammen und bringt sie mit einem herausragenden Ensemble aus Solist*innen der Deutschen Oper am Rhein, einem Gastsänger als Erzähler, Tangotänzer*innen aus Argentinien, dem Opernchor, den Düsseldorfer Symphonikern sowie einem Gitarristen und einer Bandonéonspielerin unter der musikalischen Leitung von Mariano Chiacchiarini auf die Bühne. Am Samstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf.
Der Begründer des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, schuf mit seiner abgründigen Passionsgeschichte der María eine Hommage an den Tango, der in den heruntergekommenen Hafenvierteln von Buenos Aires entstanden war. Jazz, Toccata und Fuge sind weitere Ingredienzen seiner Klangerzählung zwischen Lebensfreude und Melancholie.
Regisseur Johannes Erath inszeniert dieses intensive und äußerst atmosphärische Bühnenwerk mit einem herausragenden Ensemble: In der selbst für eine Mezzosopranistin ungewöhnlich tief angelegten Titelpartie entfaltet Maria Kataeva ganz neue Facetten ihrer Stimme, an ihrer Seite zeigt sich Bariton Jorge Espino in verschiedenen Rollen und großer sängerischer Varianz, Morenike Fadayomi bringt mit ihrem warmen Sopran den Schatten Marías zum Leuchten. Mit Alejandro Guyot als El Duende, Carmela Delgado am Bandonéon, Ilija Tošić an der Gitarre sowie Agostina Tarchini, der Weltmeisterin des Bühnentango 2017, Mariano Agustín Messad und Andrés Sautel stehen zudem herausragende Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Tangoszene auf der Bühne, die musikalische Leitung hat der italienisch-argentinische Dirigent Mariano Chiacchiarini.
Wen danach oder ohnehin das Tango-Argentino-Fieber gepackt hat, dem sei die literarisch-musikalische Reise mit Jorge Espino ins Heine-Literaturhaus am Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr empfohlen, ebenso, wie die erste Live-Milonga im Opernhaus, am Donnerstag, 26. Februar, ab 20.00 Uhr. Alle Aufführungen und Informationen auf operamrhein.de
Titelfoto: Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“ mit Morenike Fadayomi (Der Schatten Marías), Maria Kataeva (María) und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein (FOTO: Andreas Etter).







