Lehmbruck Museum und K21 laden ein

Heute empfehlen wir zwei Ausstellungen: Das Lehmbruck Museum in Duisburg sowie die Kunstsammlung NRW präsentieren herausragende Kunstwerke, Einblicke und Visionen.

Flaka Haliti – Sculpture 21st

Flaka Haliti, 1982 in Prishtina (Kosovo) geboren, zaubert für die Besucherinnen und Besucher des Lehmbruck Museums ein Raum-Ensemble, das wie maßgeschneidert für die Architektur ist – und dabei einen spannenden Gegenpol bildet: Trotz der gläsernen, durchsichtigen Hülle der Architektur hebt sich ihr Werk klar von der Umgebung ab. Die Installation ist Teil der Ausstellung „Sculpture 21st“ und definiert einen inneren Bereich, den die Betrachtenden erkunden können.

Die dabei zu entdeckenden skulpturalen Elemente vereinen verschiedenste Gegensätze in sich – das Vertraute und das Fremde, das Alte und das Neue, das Technoide und das Menschengemachte überbrücken verschiedene Zeiten und verbinden sich im Raum zu einem raumgreifenden Gesamtwerk. Mit konzeptueller Präzision und großer Imaginationskraft wählt sie Materialien (oft aus unserer Alltagswelt) und fügt sie scheinbar leichthändig zu immersiven Inszenierungen zusammen.
Die profilierte und eigenwillige Künstlerin, die mit ihrer Kunst eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat schöpft damit Kunstformen aus Architektur, Skulptur und Installationen aus.

Höhepunkt der Präsentation ist eine Neuproduktion der Künstlerin: Fenster eines ehemaligen Militärhangars der KFOR (Kosovo Force) werden in silbern schimmernde Stahl- und Aluminiumkonstruktionen gefasst und erheben sich zu überlebensgroßen Lichtskulpturen im Raum.

Flaka Haliti, Every window thinks of itself as an opening, 2025, Foto Fabian Strauch. Courtesy the artist and Deborah Schamoni

Sculpture 21st: Flaka Haliti
Laufzeit: 28. November 2025 bis 8. März 2026

Lehmbruck Museum Duisburg

Grund und Boden

Simon Denny, Metaverse Landscape 27: Somnium Space Extra Large #3625 (XL), 2023 ©Simon Denny; Photo: Nick Ash

Die Ausstellung „Grund und Boden“ in der Kunstsammlung (K21) Nordrhein-Westfalen wird heute eröffnet. „Wie wir miteinander leben“ – ein Thema, das vom menschlichen Miteinander erzählt: von Krieg, Vertreibung und Flucht, von der Zerstörung unserer Natur, aber auch von neuem Leben, Wiederaufbau und dem Teilen von Raum, Pflanzen und Besitz. Sie lädt ein, Visionen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu entwerfen.

Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte K21 sowie den angrenzenden Ständehauspark und nimmt auch den Boden, auf dem das Museum steht – geografisch wie historisch – in den Blick. Ausgehend von der Parlamentsvergangenheit des Hauses, thematisieren 34 internationale Künstler*innen und Kollektive unterschiedliche Formen der Verwaltung von Ressourcen – von indigenen Wirtschaftsweisen über kollektives Eigentum bis hin zu utopischen Blockchain-Projekten.

Erde, Kohle, Lotusseide, Piniennadeln, Schokolade: Die Ausstellung geht in Material und Form ans Elementare. Sie spricht die Sinne ebenso an wie den Geist. Grund und Boden führt nach Brasilien, Korea, den Kongo, Japan, die USA, China, Peru, Vietnam, den Irak, Sri Lanka, den Nahen Osten und zurück nach Deutschland. Sie spürt den Fantasien libertärer Pionier*innen nach, die ihre eigenen Staaten gründen oder den Mars erobern.

Grund und Boden Wie wir miteinander leben

29.11.2025 — 19.4.2026 – Eröffnung – Freitag, den 28.11. um 19 Uhr im K21

TItelbild: Lehmbruck Museum: Flaka Haliti, Its urgency got lost in reverse (while being in constant delay) #3 (vorne) und #2 (hinten), 2019, Foto: Fabian Strauch. Courtesy the artist and Deborah Schamoni

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.

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