Drei außergewöhnliche Ausstellungen sind jetzt in drei Museen zu besichtigen: Museum Kaiserswerth zeigt eindrucksvolle Werke von Patrizia Casagranda, das Museum Morsbroich die aufstrebende Künstlerin Cihan Çakmak und ihre vielfältige Kunst. Und ein bedeutendes Thema, das wiederholt zur Diskussion steht und eine lange Geschichte hat, wird vom Neanderthal Museum aufgegriffen: die Migration.
Patrizia Casagranda – Berühre mein Herz

Ihre Kunst aus Collage, Malerei, Schablonentechnik, Urban Art und Typografie ist einzigartig. Nun sind die Werke der Krefelder Künstlerin Patrizia Casagranda im Museum Kaiserswerth zu sehen. Ihre Motive sind zumeist als thematische, homogene Bildserien angelegt, in denen die Künstlerin einem bestimmten Sujet oder einem besonderen Materialitätsaspekt folgt.
Am 31. Juli 2026 wird die Ausstellung „Berühre mein Herz“ mit neuen Werken von Patrizia Casagranda eröffnet. Die großformatigen Frauenporträts und alle weiteren zentralen Themen ihres Schaffens sind zu sehen und offenbaren ihre ganz besondere Technik des Sculptural Dot Painting auf recyceltem Material.
Eröffnung: Freitag, 31. Juli um 19 Uhr
Finissage: Sonntag, 27. Sept. um 14 Uhr
Cihan Çakmak – like a warrior

Digitale Fotografie auf Aludibond, 125 x 185 cm, 3 + 1 AP, courtesy the artist © Cihan Çakmak
Unter dem Titel like a warrior zeigt das Museum Morsbroich in Leverkusen seit dem 12. Juli 2026 die erste museale Einzelausstellung der aufstrebenden Künstlerin Cihan Çakmak. Im Zentrum der rund 60 Arbeiten umfassenden Schau sowie im Werk der 1993 geborenen Künstlerin steht das Selbstporträt, über das Çakmak über Identität, Herkunft, feministische Selbstbehauptung und Beziehungen zwischen Selbst und Gesellschaft reflektiert.
Neben ihren Fotografien, Video- und Soundarbeiten präsentiert die Ausstellung erstmals umfassend Cihan Çakmaks Porträtzeichnungen. Die von Thekla Zell kuratierte Schau widmet sich dem Dialog zwischen Çakmaks fotografischem, filmischem und zeichnerischem Schaffen. Cihan Çakmak: like a warrior wird im Rahmen des Jubiläumsjahres des Museums Morsbroich gezeigt, das 2026 sein 75-jähriges Bestehen feiert.
Ausstellungsdauer: 12. Juli – 8. November 2026 im Museum Morsbroich
Zwei Millionen Jahre Migration

Migration ist ein zentrales Thema unserer Zeit und zugleich ein uraltes Phänomen. Die Ausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ im Neanderthal Museum in Mettmann zeigt, wie tief Mobilität in der Menschheitsgeschichte verwurzelt ist.
Basierend auf neuen wissenschaftlichen Entdeckungen nimmt die Schau uns mit auf eine Reise durch vier spannende Migrationsabenteuer – vom Auszug des Homo erectus aus Afrika bis hin zur genetischen Signatur, die die Steppennomaden Europas DNA vor rund 5000 Jahren hinterließen.Besonders eindrucksvoll ist die Begegnung zwischen anatolischen Ackerbauern und europäischen Jägern und Sammlern vor 7500 Jahren, die neue kulturelle und genetische Entwicklungen einleitete.
Mit einem interaktiven Ausstellungskonzept ermöglicht die Schau Gästen einen spannenden Zugang zu den Ursachen und Folgen globaler Wanderungsbewegungen. Besucher:innen nehmen wertvolle Impulse für die aktuelle gesellschaftliche Diskussion über Herkunft, Identität und kulturellen Wandel mit.
Neanderthal Museum
Laufzeit29.07.2026 – 01.11.2026
Foto: ©Neanderthal Museum
Image by espeis from Pixabay







