Fotos, die den Künstler David Hockney zeigen, offenbaren bereits seine Vorliebe für Farben. Nicht wirklich ungewöhnlich für einen Künstler, nur so offensichtlich wie bei dem einflussreichen englischen Maler, der zu einer Schlüsselfigur der Pop-Art-Bewegung wurde, eher selten. Nun ist der Künstler im Alter von 88 Jahren gestorben. Seine gekonnt gestalteten und farbenprächtigen Gemälde lenkten nach Jahrzehnten, in denen die Abstraktion dominiert hatte, die Aufmerksamkeit jenseits des Atlantiks wieder auf die figurative und narrative Kunst.
Er stammte aus Yorkshire, doch es zog ihn nach Los Angeles – lange genug, um Bilder zu schaffen, die für viele Betrachter die sonnenverwöhnte Atmosphäre dieser Stadt treffend einfingen. Hockneys sechs Jahrzehnte umfassende Karriere lässt sich nicht auf eine einzige Epoche beschränken. Er schuf perspektivverschiebende Porträts mittels Fotocollagen, experimentierte mit abstrakter Landschaftsmalerei und erforschte in seinen späteren Jahren die Möglichkeiten, Kunstwerke mithilfe der aufkommenden 3D-Technologie zu schaffen.
Zu seinen Werken gehören ikonische Stücke wie „Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)“, das für über 90 Millionen Dollar verkauft wurde und damit Rekorde für lebende Künstler aufstellte.
Mit Martin Gayford verfasste er auch ein Buch für Kinder, die sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die Kunstgeschichte nehmen. Dabei ist das Buch kein Kunstbuch, sondern als Gespräch zwischen dem Kunstkritiker Martin Gayford, dem Künstler David Hockney und der Illustratorin Rose Blake konzipiert.
Zur Zeit läuft eine Ausstellung im Neues Museum Nürnberg Kunst und Design mit dem Titel DAVID HOCKNEY goes digital.







