Jason Bourne – Filmtipp

Jason Bourne – nach neunjähriger Pause kehrte Matt Damon in der Rolle des mit Amnestie geschlagenen Killers auf die Leinwand zurück, die ihn in den Filmen „Die Bourne Identität“ (2002), „Die Bourne Verschwörung“ (2004) und „Das Bourne Ultimatum“ (2007) zu einer wahren cineastischen Ikone machte.

Ein tolles Schauspielerduo
Ein tolles Schauspielerduo Tommy Lee Jones und Matt Damon

Zur Erinnerung: Bourne hat den größten Teil seines Gedächtnisses wiedererlangt, aber noch fehlen wichtige Details zum CIA-Programms, das vor Jahren mit dem Mord an seinem Vater endete. War die CIA an dem Attentat beteiligt, dem sein Vater zum Opfer fiel? An der griechisch-mazedonischen Grenze schlägt sich Bourne jetzt mit illegalen Faustkämpfen durch. Während einer Anti-Austeritäts-Demonstration in Athen wird Bourne von seiner früheren CIA-Vertrauten Nicky Parsons (Julia Stiles) kontaktiert. Nicky hat in Island Informationen über die geplante CIA-Geheimoperation „Iron Hand“ an sich gebracht, mit dem der neue CIA-Direktor Robert Dewey (Tommy Lee Jones) seinen Machtapparat wesentlich ausbauen und das Ausspionieren der Menschen perfektionieren würde.

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Nicky Parsons und Jason mit dem Polizei-Motorrad auf der Flucht

Die inzwischen als Whistleblower tätige Ex-CIA-Agentin drängt Bourne bei der Veröffentlichung der Pläne mitzumachen. Dewey schäumt vor Wut, als er von dem Datenklau erfährt und befürchtet, dass die Enthüllung der Operation Folgen haben könnte, die schlimmer als der Fall Snowden sind.

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Die junge CIA-Analystin Heather Lee (Alicia Vikander) ist sehr ehrgeizig

Unter Führung der ehrgeizigen jungen CIA-Analystin Heather Lee (Alicia Vikander) soll die drohende Enthüllung der Operation „Iron Hand“ vereitelt und Bourne gefasst werden. Während Heather jedoch davon überzeugt ist, Bourne wieder ins Team zurückholen zu können, hat Dewey einen gedungener Mörder namens „The Asset“ auf Abtrünnigen angesetzt hat, der Bourne aus persönlichen Gründen töten will und ihn von Athen über Berlin und London bis hin nach Las Vegas jagt.

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Vincent Cassel als The Asset Scharschütze und Killer 

Kompliziert wird das Intrigenspiel noch durch den Silicon-Valley-Magnaten Aaron Kallor (Riz Ahmed). Dessen Start-up wurde vor Jahren mit Geldern der CIA finanziert. Jetzt fordert Dewey als Gegenleistung des Deals, dass Aaron seine neue Social Media Platform „Deep Dream“ in den Dienst der CIA stellt. Doch Aaron, der seinen 1,5 Milliarden Nutzern versichert hat, dass „Deep Dream“ niemals staatliche Überwachung zulassen würde, sträubt sich und versucht, sich dem Druck Deweys zu entziehen. Bei einer Konferenz in Las Vegas, wo die neue Plattform der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, treffen die Protagonisten schließlich in einem dramatischen Showdown aufeinander.

Erstaunlich, mit wie wenig Text ein zweistündiger Film auskommen kann und doch packend zu sehen ist. Mit „Jason Bourne“ gelingt Regisseur Paul Greengrass gemeinsam mit Matt Damon und dem exzellenten Kameramann Barry Aykroyd ein fiebriger, packender Actionthriller, dessen Sogwirkung man sich nur schwer entziehen kann. Die nervös-wackeligen Bilder der Handkameras legen die Nerven des Zuschauers blank, die spektakulären Spezialeffekte sind größtenteils nicht computergeneriert. Von den aufwühlenden Bildern der hitzigen Demonstrationen in Athen bis hin zu einer wilden Autojagd über den Las Vegas Strip überzeugt „Jason Bourne“ rundum als packendes Actionkino mit großartigen Stuntszenen, das auch die aktuelle Thematik der Gefahren der totalen staatlichen Ausspitzelung und Überwachung nicht ausklammert.

Ab heute im Kino

Fotos: © Universal Pictures International Germany GmbH

Standardbild
Hans Kaltwasser
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