„Human Plugins“ und Jazz

Musik besitzt einen hohen emotionalen Anteil und instinktiv begreifen wir, ob sie von einem Menschen eingespielt oder elektronisch erzeugt wurde. Nun gibt es Software, die der elektronischen Musik einen menschlichen Rhythmus verleiht.

Elektronisch erzeugte Rhythmen empfinden viele Menschen als zu künstlich. Grund ist die zu hohe Präzision, die so auf das menschliche Ohr wirkt. Es reicht aber nicht aus, Töne zufällig zu verschieben. Immer noch klingt es nicht so, als würde ein Live-Musiker auf einem Musikinstrument spielen. Eine neue Software „Human Plugins“ ermöglicht es nun Produzenten, Rhythmen in computerproduzierter Musik natürlicher klingen zu lassen. Forschungsergebnisse am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und an der Harvard Universität bilden die Basis für patentierte neue Methoden. Elektronisch erzeugte Rhythmen nach Mustern von Musikern zu verändern, die fraktalen statistischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Das Verfahren, das natürlich klingende Rhythmen erzeugt, wurde nun an die Firma Mixed In Key LLC lizenziert, deren Musik-Software weltweit von führenden Musikproduzenten und international bekannten DJs verwendet wird. „Human Plugins“ ist jetzt kommerziell verfügbar, meldet das Max-Planck-Institut.

Beim Jazz hört man auch manchmal elektronisch erzeugte Musik, doch die hier vorgestellten Songs sind handgemacht.

Lizz Wright – Sweet Feeling

Die unvergleichliche Lizz Wright bringt ihr neues Album „Shadow“, das gleichzeitig ihr erstes Studio-Album über ihr eigenes Label Blues & Greens Records am 12. April 2024 heraus. Um ihren Fans einen Vorgeschmack auf ihr neues Werk zu geben, hat Lizz Wright die erste Single „Sweet Feeling“ mit einem dazugehörigen Musikvideo veröffentlicht.

Joel Ross – Equinox

Joel Ross ist nicht nur ein virtuoser Vibraphonist, sondern auch als Komponist sehr erfolgreich. Sein bemerkenswertes neues Album “nublues” setzt ganz auf starke Melodien. Balladeske oder bluesige Stücke sind auf dem Album zu finden, das sowohl eigene Kompositionen als auch wunderbare Interpretationen von drei Juwelen des modernen Jazzkanons beinhaltet. Aus dem Songbook von John Coltrane wählte er “Equinox” aus. Melodisch verleiht Joel Ross dem traditionellen Blues und Jazz einen zeitgenössischen, persönlichen Touch und bleibt seiner eigenen musikalischen Ideologie treu.

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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