Die jüngste Szene, in der US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Putin durch Klatschen begrüßte, ist uns sicherlich noch präsent. Er erhielt daraufhin äußerst unterschiedliche Reaktionen.
Händeklatschen wird weltweit verwendet, um Freude, Stolz, Aufregung und eine Reihe anderer Emotionen auszudrücken. Und eine neue Studie beweist, dass diese bekannte Geste nicht nur sozial, sondern auch wissenschaftlich richtig spannend ist.
Händeklatschen hat physikalische Wirkung
Immer wenn wir in die Hände klatschen, entfesseln wir einen faszinierenden akustischen Prozess, der bislang im Verborgenen lag. Forscher der Cornell University und der University of Mississippi haben gemeinsam eine Studie durchgeführt, die in Physical Review Research veröffentlicht wurde und sich mit den wissenschaftlichen Hintergründen von Applaus befasst.
Ganz anders als viele denken: Das Klatschen klingt laut den Forschern nicht hauptsächlich nach zwei Händen, die aufeinandertreffen. Zwischen den Handflächen schmiegt sich eine kleine Luftblase ein. Mit einem schnellen Stoß durch die schmale Öffnung zwischen Zeigefinger und Daumen schießt die Blase hervor und bringt die Luftmoleküle in Schwingungen.
Hier entsteht ein Klang, der an die Helmholtz-Resonanz erinnert – jenes faszinierende Phänomen, das den Ton beschreibt, den man hört, wenn man über den Flaschenhals einer leeren Flasche bläst.
„Herkömmliche Helmholtz-Resonatoren haben starre Wände – denken Sie an die Glaswände einer Flasche“, so die Forscher „Dadurch entsteht ein lang anhaltender Klang, der sehr langsam abklingt, da der größte Teil der Energie zum akustischen Signal beiträgt.
Jeder Handklatsch ist einzigartig
Stell dir vor, unsere Wände wären so elastisch wie unsere Hände – dann würden die festen Materialien viel heftiger schwingen und all diese Bewegungen schlucken die Schallenergie einfach weg! Er erklärte, dass das Klatschen nicht etwa ein langes Geräusch macht, sondern nur diesen kurzen, knackigen „Knall“ – wie ein kleiner Trommelwirbel im Ohr. Und jeder Mensch besitzt einen individuellen Handklatsch.
Die Forschung kann auch einen Beitrag zur Musikausbildung leisten – wo Klatschen häufig zur Rhythmussteuerung eingesetzt wird – und zukünftigen Studenten vermitteln, wie kleine Luftkammern zur Klangerzeugung und Resonanz beitragen.
Benyamin Nuss & Fumito Nunoya
Nach dem Hören des Stücks von Pianist Benyamin Nuss und dem japanischen Marimba-Spieler Fumito Nunoya können wir kaum anders, als begeistert zu klatschen. Der Pianist reist seit vielen Jahren mehrmals pro Jahr nach Japan und spielt dort Konzerte.
Alles nahm seinen Lauf, als er begann, die Klänge aus Computerspielen am Klavier neu zu entdecken und zu interpretieren. So zieht er in Asien eine riesige Fangemeinde an! Seine Auftritte haben nicht nur begeistert, sondern auch Freundschaften zum Blühen gebracht. So z. B. mit dem japanischen Marimbaspieler Fumito Nunoya.
Zusammen haben die beiden Musik komponiert und arrangiert und in der Immanuelskirche in Wuppertal aufgenommen. Das gemeinsame Album HOME erscheint am 12.09.2025 bei Berlin Classics.
Andante-Presto ist ein eindrucksvoller Vorbote des Albums und offenbart ein kreatives und perfektes Zusammenspiel, das einmal mal mehr deutlich macht, Musik überschreitet mühelos Grenzen.







