Für Musikliebhaber weltweit ist es ein schwerer Tag. Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon, Mitglied der legendären Beatles und gefeierter Solokünstler vor seinem Wohnhaus in New York City ermordet, als er mit seiner Frau Yoko Ono aus dem Studio zurückkehrten. Lennon und Ono hatten bis spät in die Nacht an ihrem Song „Walking on Thin Ice“ gearbeitet. Noch Stunden zuvor hatte der Musiker seinem Mörder Mark Chapman ein Autogramm gegeben. Lennon war 40 Jahre alt.
Auch nach mehr als vier Jahrzehnten ist Lennons Einfluss auf die Musik und Kultur unübertroffen. Seine Stimme (die er selbst nicht besonders mochte), sein politischer Aktivismus gegen den Krieg, Rassismus und für die Gleichberechtigung der Frau hallen weiterhin nach. Seine Musik, von Friedenshymnen bis hin zu experimentellen Songs, haben dazu beigetragen, die Popmusik neu zu definieren.
Beatlemania
Der Begriff „Beatlemania“ etablierte sich in den frühen 1960er Jahren, als Fans auf der ganzen Welt von der Musik der Beatles erfasst wurden. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als die Beatles im Februar 1964 in den USA ankamen und damit ein neues Kapitel in der globalen Popkultur aufschlugen.
Lennons persönlicher Stil, seine charakteristische runde Brille, oft als „Oma-Brille“ bezeichnet, und seine markanten Koteletten machten ihn schnell zu einer Ikone. Eine seiner seltenen Brillen wurde 2020 bei Sotheby’s in London für 56.800 Dollar verkauft.
Lennons Tod erschütterte nicht nur die Musikwelt, sondern die gesamte Weltgemeinschaft. Seine Zusammenarbeit mit Paul McCartney als Songschreiber war enorm fruchtbar und bleibt die erfolgreichste Kooperation der Geschichte der Pop-Musik. Sein Engagement, insbesondere während der Anti-Vietnamkrieg-Bewegung, machte Lennon zum Sprachrohr für Millionen von Menschen, die nach Frieden, Sinn und Veränderung suchte.
Auch 45 Jahre nach seinem Tod ist John Lennons Einfluss unverkennbar. Seine Worte inspirieren noch immer Bewegungen. Seine Friedensvision, zu seinen Lebzeiten gelegentlich belächelt, findet auch heute noch in vielen Ländern Anklang.
Lennon sagte einmal: „Das Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu schmieden.“
John Lennon – auch Jahrzehnte nach seinem Tod hört die Welt ihm weiterhin zu – und erinnert sich.
Fünf geniale Lennon-Songs
John Lennons Backkatalog enthält viele großartige Songs. Wir haben fünf ausgesucht.
„All You Need Is Love” (1967)
Der hauptsächlich von Lennon geschriebene Song war Großbritanniens Beitrag zu „Our World”, der ersten internationalen Live-Fernsehsendung. Seine Botschaft der Einheit und Toleranz wurde zu einem zentralen Bestandteil von Lennons Vermächtnis und ist bis heute einer der beliebtesten Songs der Beatles.
„Imagine“ (1971)
Lennons berühmtestes Solo-Werk, „Imagine“, wurde von Yoko Onos Gedichtband inspiriert. Ono wurde 2017 als Co-Autorin genannt. Das Magazin Rolling Stone platzierte den Song 2004 auf Platz drei seiner Liste der 500 besten Songs aller Zeiten. Fast fünf Jahrzehnte später ist er nach wie vor eine universelle Hymne auf Hoffnung und Frieden.
„Lucy in the Sky with Diamonds“ (1967)
Der Song ist auf dem epochalen Beatles-Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ zu finden. Lennon ließ sich von „Alice im Wunderland“ und einer Kindheitszeichnung seines Sohnes Julian inspirieren. Das Bild von „Lucy … in the sky with diamonds“ wurde zu einem prägenden Symbol für die psychedelische Ära der Band.
„Revolution“ (1968)
„Revolution“ ist ein kühner Kommentar zu den sozialen und politischen Unruhen Ende der 1960er Jahre und zeichnet sich durch Lennons raue Stimme und die kraftvollen, verzerrten Gitarren der Beatles aus. Der Text, der sich auf alles von Protestbewegungen bis hin zu Mao Zedong bezieht, wird seit Jahrzehnten analysiert und gehört nach wie vor zu den meistdiskutierten Songs im Repertoire der Beatles.
„(Just Like) Starting Over“ (1980)
Lennons kommerziell erfolgreichste Solo-Single wurde nur wenige Wochen vor seinem Tod veröffentlicht. Der Song, der Teil seines Albums „Double Fantasy“ war, führte nach seinem Tod die Charts auf beiden Seiten des Atlantiks an. Sein fröhlicher Ton und seine hoffnungsvollen Texte erhielten nach seinem Tod eine eindringliche neue Bedeutung.
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