Das Ausstellungshaus für Fotografie und visuelle Medien C/O Berlin, eine gemeinnützige Stiftung, präsentiert regelmäßig beeindruckende Werke berühmter Künstler*innen, fördert aufstrebende Talente und nimmt uns mit auf spannende Reisen durch die faszinierende Welt der Bildkultur.
Walter Schels – 16° Fische . Retrospektive
Walter Schels (*1936 in Landshut) zählt zu den bedeutendsten Fotografen Deutschlands. Nach frühen Stationen als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Genf und Toronto wandte er sich in New York der Fotografie zu.. Nun ist anlässlich des 90. Geburtstags von Walter Schels im C/O Berlin in Zusammenarbeit mit der Stiftung F.C. Gundlach die erste große Retrospektive des Fotografen in Berlin zu sehen. Mit mehr als 300 Arbeiten eröffnet sie neue Einblicke in ein Werk, das sich über fast sieben Jahrzehnte erstreckt.
Die Ausstellung führt zentrale Werkgruppen zusammen und richtet den Fokus auf eine bislang unbekannte Seite dieses OEuvres: das umfangreiche experimentelle Werk und transformatorische Ansätze, die Schels’ fotografische Praxis prägen – eine Entdeckung, die den Blick auf den Fotografen verändert. Die Auswahl der Werke basiert auf der Sichtung mehrerer Tausend Prints aus dem Archiv des Fotografen, das perspektivisch von der Stiftung F.C. Gundlach bewahrt und zugänglich gemacht wird.

Seit den späten 1960er-Jahren bewegt sich Schels zwischen dokumentarischer und künstlerischer Fotografie. Bekannt wurde er vor allem durch seine Schwarzweiß-Porträts, deren charakteristisch reduzierte, stark verdichtende Bildsprache er seit den 1980er-Jahren entwickelte. In Langzeitstudien und Porträtserien wie Blind, Noch mal leben oder trans* widmet er sich Grundfragen menschlicher Existenz, beschäftigt sich mit Präsenz und Wahrnehmung, mit Identität und existenziellen Übergängen. Vor neutralem Hintergrund entstehen unmittelbar wirkende Begegnungen mit einem jeweils eigenständigen Gegenüber.
Walter Schels
16° Fische . Retrospektive | 20. Jun – 2. Sep 2026
200 Jahre Fotografie
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie feiert C/O Berlin das Medium am 22. August in der Woche des World Photography Day mit einem vielseitigen und ganztägigen Veranstaltungsprogramm. Gemeinsam mit Gästen schauen wir auf die Geschichte der Fotografie – von einer der ersten erhaltenen Fotografien von Joseph Nicéphore Niépce um 1826, über die Erfindung des Smartphones, bis zu den damit einhergehenden neuen sozialen Gebrauchsweisen – und blicken zugleich in ihre Zukunft: Welche Rolle spielt Fotografie heute? Wie bleibt sie relevant? Und wird sie durch KI verändert oder gar abgelöst?

Mit führenden Persönlichkeiten aus Kunst, Fotografie, Medienwissenschaft und Bildtheorie diskutieren wir, wie sich unser Verständnis von Bildern in einer von Künstlicher Intelligenz, digitalen Infrastrukturen und einer beispiellosen Bilderflut geprägten Zeit verändert. Im Fokus stehen die Geschichte der Fotografie, ihre Rolle als kulturelles Gedächtnis sowie ihre Zukunft im Zeitalter algorithmischer Bildproduktion. Das Programm umfasst eine Keynote der international führenden KI-Forscherin und Autorin Kate Crawford, Panels mit internationalen Gästen wie Florian Ebner, Michelle Henning, Ryan S. Jeffery, Annekathrin Kohout, Susanne Kriemann, Armin Linke und Steffen Siegel sowie Gespräche zu den gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Auswirkungen neuer Bildtechnologien. Ergänzt wird das Programm durch einen Workshop zu KI als Werkzeug für künstlerische Intervention, Kritik und Widerstand von Bruce Eesly.







