Florence Winter – Die Sturmtochter

Die junge Journalistin Isla hat im Roman „Die Sturmtochter“ der Autorin Florence Winter Glück im Unglück gehabt. Ihr Mini Cooper ist in Flammen aufgegangen, doch ihr ist nichts weiter passiert. Nun erfährt sie in der Autowerkstatt, dass der Bremsschlauch perforiert wurde und zwar so, dass der Verdacht aufkommt, jemand hätte das mit Absicht getan. Isla ruft ihren Vater an, damit er sie abholen kann. Eigentlich möchte sie auch hier ihre Unabhängigkeit beweisen. Islas Job ist nicht das, was ihr Vater sich erhofft hat, und sie sagt Nein zu finanzieller Hilfe. Bisher hat sie nur kleine Artikel geschrieben, aber jetzt plant sie etwas Großes.

Isla will über Auswanderung schreiben und hat dabei ihre Tante Shelly ins Auge gefasst. Nie hat sie Shelly kennengelernt, da sie vor zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert sein soll. Nun recherchiert Isla über deren Verbleib und befragt ihre Eltern. Jedoch bleibt ihr Bemühen erfolglos, was sie als merkwürdig empfindet. Als ein weiteres Unglück sie fast ums Leben kommen lässt, ist sie sehr besorgt. Doch Isla gibt so schnell nicht auf, auch wenn sie bereits ahnt, dass diese Vorfälle etwas damit zu tun haben könnten.

IIsla reist zum alten Wohnsitz ihrer Familie, der seit Jahrhunderten in deren Besitz ist. Dort stößt sie auf die geheimnisvollen Tagebücher ihres Vorfahren Georg Fraser und die lebhaften Aufzeichnungen seiner Tochter Rosa aus den 1850er-Jahren. Sie führen in eine andere Zeit und an die wilde Küste Schottlands.

Isla liest von einer Insel, die den gleichen Namen besitzt wie das Herrenhaus, nämlich Taigh-Mòr-Fraser. Kaum jemand kennt sie, und sie ist schwer zu erreichen – ein echtes Geheimnis der Hebriden! Doch sie will unbedingt dorthin und gibt nicht so schnell auf. Am kleinen Hafen des Fischerdorfs stößt sie auf Ben, der Isla mit seinem Boot auf die Insel überzusetzen will. Doch dann geraten sie in gefahrvolle Situationen und decken schreckliche Geheimnisse auf, die bereits Shelly und Rosa zum Verhängnis wurden.

Stürmisch ist nicht nur das schottische Highland und das Meer, sondern auch die Geschichte um die zwei jungen Frauen Isla und Rosa, deren Schicksal und Leben durch ein Familiengeheimnis auf düstere Weise miteinander verbunden sind. Geschickt verbindet die Autorin in ihrem Roman „Die Sturmtochter“ die beiden Zeitebenen und schafft mit ihrem detaillierten Erzählstil eine spannende Atmosphäre und ein Sightseeing besonderer Art rund um zwei mutige Protagonistinnen.

Der Roman „Die Sturmtochter“ bildet den Auftakt zur romantisch-dramatischen Reihe „Die Frauen der Inseln“ und ist heute im Piper-Verlag erschienen.

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.

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