Festival „Ultraschall Berlin“

Im Rahmen des Festivals „Ultraschall Berlin“ spielt im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks in Berlin unter der Leitung von Kristjan Järvi der Saxofonist James Carter. Er gilt als einer der meist beachteten Saxofonisten seiner Generation und hat den sogenannten Modern Creative geprägt – einen Stil, der Elemente aus dem Modern Jazz wie Fusion, Bop und Free Jazz mit Elementen aus zeitgenössischen Stilen wie Funk, Pop und Rock kombiniert.

Charakteristisch für Carters Spielweise sind spezifische Klangeffekte und Techniken, damit gelingt ihm ein virtuoser eigener Sound. Man nennt ihn auch den Jimy Hendrix des Saxofons. Kritiker heben auch die von ihm perfektionierte Spieltechnik des „Growlings“ hervor, bei der der gespielte Ton durch gleichzeitiges Singen eines anderen oder desselben Tons gebrochen wird.

James Carter bleibt dennoch dem klassischen Jazz verbunden .Wichtige Wegbegleiter seiner Karriere sind der Organist Gerard Gibbs und der Drummer Leonard King Jr., mit denen er 2001 das James Carter Organ Trio gründete.

[su_youtube url=“https://youtu.be/SgC1tSMgQLQ“ width=“360″ height=“340″]https://youtu.be/4Q79owpLDjo[/su_youtube]
Mi 20. Januar 2016
20 Uhr | Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal
Kristjan Järvi
James Carter, Simone Dinnerstein
Kernis, Lasser, Pritsker, Sierra

Festival Ultraschall Berlin – vielfarbig und vielfältig

Der neue Jahrgang von Ultraschall Berlin vereinigt in gewohnter Weise das Heterogene, das irisierend Vielfarbige der Neuen Musik. Frei von Aktualitäts- und Uraufführungs¬zwängen präsentiert das Festival wesentliche Entwicklungen, die die Musik der Gegenwart prägen, und wirft beziehungsreich einen Blick auf die jüngere Vergangenheit, um ausgewählte Werke in einem veränderten Kontext neu zu beleuchten.

Einen Schwerpunkt von Ultraschall Berlin bildet in diesem Jahr das Solo: Instrumentalisten, die sich alleine oder allen¬falls mit elektronischer Unterstützung im Spannungsverhältnis von Intimität und Extrovertiertheit bewegen. Wenn Christoph Grund die skrupulösen Klavierklänge eines Mark Andre mit den fast schon brutalen Eruptionen einer Galina Ustwolskaja kombiniert, wenn Barbara Lüneburg ihre Violine mit Stimme, Elektronik und Video erweitert und François Leleux die Sequenza VII für Oboe solo von Luciano Berio einer erneuten Befragung unterzieht, erlebt der Besucher Virtuosität in hochkonzentrierter Form. Und das Schlagzeug, ohnehin aus dem Orchester-Hintergrund längst ins Zentrum gerückt, wird in gleich zwei Solo-Recitals von Matthias Engler und Håkon Stene zu nichts weniger als einem Welterklärungsinstrument.
Wichtige Säulen des Festivals sind auch in diesem Jahr die beiden Sinfonieorchester der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (roc). Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin wird das Eröffnungs- und Abschlusskonzert bestreiten.

Ultraschall Berlin
Festival für neue Musik

von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb
20.– 24.01.2016
Die Konzerte des Festivals werden
im Deutschlandradio Kultur und im
kulturradio vom rbb gesendet.
Frequenzen in Berlin:
Deutschlandradio Kultur: 89,6 MHz
kulturradio vom rbb: 92,4 MHz

Foto: Plakatmotiv

Standardbild
Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
Artikel: 3378

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.