Keine Musik zu hören? Für viele Menschen praktisch undenkbar! Dabei haben sie oft ihre ganz eigenen Lieblinsklänge, die für sie einfach am schönsten sind. Besitzen Tiere einen ähnlichen Sinn für die Faszination der Klänge? Laut einer aktuellen Studie könnte die Antwort tatsächlich „Ja“ heißen – wer hätte das gedacht! In einem weltweiten Citizen-Science-Experiment zeigen Forscher, dass Menschen viele der gleichen Tierlaute bevorzugen, die auch Tiere selbst favorisieren. Im gesamten Tierreich erzeugen Tiere verschiedenartige Laute um zu kommunizieren oder Partner anzulocken. Obwohl sich Balzrufe und Gesänge innerhalb einer Art unterscheiden, werden oft bestimmte Varianten anderen vorgezogen. Diese Vorlieben können auf angeborenen sensorischen Vorlieben, evolutionären Zwängen oder einer Kombination aus beidem beruhen.
Menschen teilen akustische Vorlieben mit einer Vielzahl von Tieren
Da die grundlegende Organisation der Sinnesorgane bei vielen Arten ähnlich ist, können Laute, die dazu dienen, Artgenossen anzulocken – wie zum Beispiel ein angenehmer Vogelgesang –, auch andere Arten ansprechen, darunter eben auch Menschen. Die Vorstellung, dass diese ähnliche ästhetische Vorlieben für Klänge mit anderen Tieren teilen, wurde jedoch noch nie wissenschaftlich überprüft.
Ein weltweites Citizen-Science-Experiment, bei dem 4.196 menschliche Teilnehmer 110 Paare von Tierlauten bewerteten, die von 16 Arten aufgenommen worden waren, erzielte erstaunliche Ergebnisse. Die Teilnehmer wählten aus, welcher der beiden Laute ihnen besser gefiel, sodass die Autoren die akustischen Präferenzen von Menschen mit denen von Tieren vergleichen konnten. Dabei zeigte sich, dass Menschen bestimmte akustische Vorlieben mit einer Vielzahl von Tieren teilen.
Mit höherer Wahrscheinlichkeit als rein zufällig wählten die Teilnehmer jene Klänge, die auch die Tiere selbst bevorzugen. Es gibt also eine bescheidene, aber konsistente Überschneidung zwischen menschlichen ästhetischen Urteilen und den Signalen, die Tiere bei der Partnerwahl verwenden.
Quelle: https://www.science.org/doi/10.1126/science.aea1202
Hier kommt ein Musikstück, das perfekt für diesen herrlich sonnigen Tag ist. Wir wissen allerdings nicht, ob sie auch den gefiederten Musikfans gefallen.
ALBERTO GIURIOLI – Dolce Vita
„Dolce Vita“ – leise und sanft gleiten die Finger des Pianisten ALBERTO GIURIOLI über die Tasten und erzeugen ein leises, nachdenkliches Musikstück, das von Lichtreflexen umspielt wird. Jede Note fühlt sich wie eine flüchtige Freude an – still und, zart – die festgehalten werden müssen und die dazu einladen, innezuhalten, durchzuatmen und ihre Süße zu genießen.
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