Everything But The Girl – neues Album FUSE

Everything But The Girl veröffentlichen heute nach über 24 Jahren erstmals ein neues Album mit dem Titel „Fuse“. 1982 gelang ihnen mit einem Jazz-Folk-Cover von Cole Porters „Night and Day“ der Durchbruch in der britischen Indie-Szene. 1994 verkaufte sich ihr Album „Amplified Heart“ millionenfach. Es enthält ihren größten Hit „Missing“.

Bereits im Frühjahr 2021 haben Ben Watt und Tracey Thorn die Songs zu „Fuse“ geschrieben, die beiden Künstler, die hinter dem Namen stehen. Bekannt für ihren schimmernden elektronischen Soul, den sie Mitte der 90er Jahre entwickelt hatten, ist ihr neues Album eine etwas geläuterte, melancholische Fortsetzung mit teilweise berührenden Geschichten. Nur dass sie nun die weiterentwickelte Tonmodalität des Pops miteinbezogen haben. Und so ist ein Sound entstanden, der zuallererst wohl der Band selbst gut tut, sehr zeitgemäß ist, alte Fans wiederbelebt und sehr viele neue hinzugewinnen wird.

„Der konkrete Sound war tatsächlich das Letzte, was für uns eine Rolle spielte, als wir im März 2021 anfingen“, erzählt Tracey über die Entstehung des Albums. „Natürlich waren wir uns des Drucks bewusst, den ein so lange erwartetes Comeback mit sich bringt. Wir versuchten in einem Geist offener Verspieltheit zu beginnen, noch ohne klare Richtung und offen für Neues.“

Das Paar nahm zu Hause auf und schließlich diskret in einem kleinen Studio außerhalb von Bath mit Freund und Tontechniker Bruno Ellingham. Durchdrungen von Hoffnung, Verzweiflung und lebhaften Flashbacks, beschreiben die Texte auf „Fuse“ mal metaphorisch, mal konkret und detailliert, wie es ist, neu zu beginnen.

„Run a Red Light“ ist eine gefühlvolle Ballade, auf der Thorns Stimme warm und emotional klingt und von jazzigen Klavierakkorden begleitet wird.

„No One Knows We’re Dancing“, der Track fällt durch seine relaxten Beats, handclapping und sanften Synthieschlaufen auf.

Everything But The Girl haben mit ihrem Album „Fuse“ ein starkes Comeback abgeliefert mit atmosphärischen und tollen Songs.

Foto: Edward Bishop

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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