Eva Rubinstein – Proof of Life

Ein Jahrhundertleben der Fotokunst: Zum 93. Geburtstag der Fotografin Eva Rubinstein finden Ausstellungen, eine Buchpräsentation und Filmpremiere in Düsseldorf statt.

„Die Fotografie, eindeutiger als Handschriften und dauerhafter als Träume, kann die tiefsten und grundlegendsten Fragen unseres Lebens ans Licht bringen.“ Eva Rubinstein

Die in New York lebende Fotografin Eva Rubinstein wurde am 18. August 2026 93 Jahre alt. Die Kunststadt Düsseldorf stellt das außergewöhnliche Lebenswerk der Künstlerin mit einem doppelten Ausstellungsprojekt vor. In der Galerie Clara Maria Sels und im Museum Schloss Benrath sowie mit einer Buchpremiere und der Erstaufführung des Dokumentarfilms „A conversation with Eva Rubinstein“ in Anwesenheit der New Yorker Regisseurin Renate Aller. Eva Rubinstein wird zu den Eröffnungen live aus den USA zugeschaltet.

Sie gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten der internationalen Fotografie. Eva Rubinstein wuchs als Tochter des berühmten Pianisten Artur Rubinstein und der polnischen Balletttänzerin Aniela Rubinstein in einem von Kunst, Musik und kulturellem Austausch geprägten Umfeld auf. Ihr Lebensweg führte sie von Paris über Kalifornien nach New York und spiegelt die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts wider.

Die Ausstellung Proof of Life beitet einen umfassenden Einblick in das fotografisches Schaffen der Künstlerin. Ihre Fotografien richten den Blick auf das Unspektakuläre, auf Menschen, Räume, Licht und die Spuren, die Zeit und Erinnerung hinterlassen. Sie erzählen nicht von großen Ereignissen, sondern von den leisen Momenten dazwischen – von Nähe, Abwesenheit und der Fragilität menschlicher Erfahrung.

Insbesondre ihre einfühlsamen Porträts ziehen in den Bann. Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur porträtierte sie ebenso wie Kinder, Arbeiterinnen und Menschen des Alltags. Mit großer Zurückhaltung und Empathie gelingt es Rubinstein, Augenblicke festzuhalten, in denen sich etwas Wesentliches über ihre Gegenüber offenbart.

Ebenso charakteristisch sind ihre Interieurs. Leere Zimmer, Möbelstücke oder Lichtspuren werden zu Resonanzräumen von Erinnerung und Geschichte. Die Abwesenheit von Menschen wird dabei ebenso spürbar wie ihre einstige Präsenz. Rubinsteins Fotografien laden dazu ein, genauer hinzusehen und den Geschichten nachzuspüren, die in Räumen, Gesichtern und Dingen verborgen liegen.

Ein wichtiger Teil ihres Werkes entstand in den 1980er Jahren in Polen, dem Herkunftsland ihrer Eltern. Dort setzte sie sich fotografisch mit Fragen von Herkunft, Erinnerung und kultureller Identität auseinander. Ihre Bilder bewegen sich dabei zwischen Vertrautheit und Fremdheit und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf persönliche und kollektive Geschichte.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Galerie Clara Maria Sels.

Kurator und Kuratorin: Prof. Dr. Stefan Schweizer und Dr. Silke Tofahrn

Preview & Filmpremiere
Erleben Sie eine exklusive Preview in den Galerieräumen von der Galerie Clara Maria Sels sowie die offizielle Premiere der Dokumentation über Eva Rubinstein in Anwesenheit der Regisseurin Renate Aller. Die Begrüßung findet durch Prof. Dr. Stefan Schweizer statt.

Wann: Freitag, 28. August 2026, 19 Uhr

Wo: Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf

Ausstellungseröffnung „Eva Rubinstein. Proof of Life“ & Filmscreening
Feiern Sie mit uns die Eröffnung der Museumsausstellung im Museum für Gartenkunst. Die Dokumentation über Eva Rubinstein wird an diesem Abend erneut präsentiert in Anwesenheit der Regisseurin Renate Aller.

Wann: Mittwoch, 2. September 2026, 19 Uhr

Wo: Museum für Gartenkunst, Ostflügel von Schloss Benrath

Alle Fotos: (c) Eva Rubinstein

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.

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