ELDAtrio – Debütalbum

Die schwedische Jazz-Vokalistin Emilia Mårtensson, der slowenische Akkordeonist Janez Dovč und der brasilianische Perkussionist Adriano Adewale hatten sich in ihren jeweiligen Herkunftsländern be.eits etliche musikalische Meriten erworben und waren mit bedeutenden Jazzmusikern auf weltweiten Konzerttourneen unterwegs, bevor sie sich zum ELDATrio zusammenfanden. Jetzt hat die Band ihr Debütalbum vorgelegt, das in nur fünf Tagen in einem kleinen Studio in Wales eingespielt wurde und mit einer magischen Melange aus Jazz, Folk und den kulturellen Traditionen überrascht, denen die drei Musiker entstammen. Adewales entlockt seinen Perkussionsinstrumenten hypnotische afro-brasilianische Rhythmen wie Samba, IIjexa und Forro, die zusammen mit den virtuosen Akkordeonläufen und sparsamen Synthie-Bass-Sequenzen Dovčs das Fundament legen, auf dem Mårtensson mit wunderschöner melancholischer Gesangsstimme ihre Geschichten voller Poesie erzählt, von denen es im Klapptext heißt, dass „…sie niemals zu Ende gehen, jedenfalls nicht diejenigen, die wir damals erzählten“.

Ein besonders schönes Beispiel hierfür ist der tieftraurige Song „Aleksandrike“, der von den Sehnsüchten und Träumen slowenischer Frauen erzählt, die Armut und soziales Elend im 19. Jahrhundert zwangen, ihr Land in großer Zahl zu verlassen, um sich in Ägypten als Hausmädchen und Kinderfrauen zu verdingen.

„ELDA trio“ ist ein schönes lyrisches Debutalbum, das Elemente des Jazz und Folk vereint – und schon jetzt neugierig macht, wie sich die Band wohl weiterentwickeln wird.

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ELDA Trio

VÖ: 23.ß9. 2016

Label: Two River Records

Foto:  Matic Bajželj.

Standardbild
Hans Kaltwasser
Artikel: 292

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