Dokus: „Putins Kanonenfutter“ und „Irans Einfluss in Nahost“

Über Russlands Rekrutierung neuer Kämpfer für den Krieg in der Ukraine und über Irans Einflussnahme in Nahost informieren zwei neue Dokus, die bereits im ZDF zu streamen sind und am Mittwoch, 22. Juli 2026, um 23.30 und 0.15 Uhr im ZDF gesendet werden: Für „Die Spur“-Doku „Putins Kanonenfutter – Wie Ausländer an die Front gelockt werden“ hat ZDF-Reporter Arndt Ginzel in der Ukraine, in Kenia und Indien recherchiert. Für die „auslandsjournal“-Doku „Mullahs, Macht, Milizen – Irans Einfluss in Nahost“ war ZDF-Korrespondentin Golineh Atai im Irak, Syrien, Libanon und dem Jemen unterwegs.

„Die Spur“-Doku: „Putins Kanonenfutter – Wie Ausländer an die Front gelockt werden“

Russland rekrutiert für seinen Krieg in der Ukraine neue Soldaten auch im Ausland – manchmal mit sehr fragwürdigen Mitteln. „Die Spur“-Doku zeigt, wie vermehrt Männer aus dem Ausland in russische Uniformen geraten – aus Kenia, Indien, Nepal, Sri Lanka, Kuba oder Zentralasien. Manche werden mit Geld gelockt, andere mit Arbeits- oder Studienversprechen. Nach ukrainischen Angaben sollen mehr als 18.000 ausländische Kämpfer auf russischer Seite im Einsatz sein. ZDF-Reporter Arndt Ginzel spricht mit Angehörigen gefallener ausländischer Soldaten, mit Überlebenden und ukrainischen Ermittlern und deckt in seiner Spurensuche auf, wie Russland die wirtschaftliche Not in ärmeren Ländern ausnutzt und mithilfe dubioser Vermittler „Kanonenfutter“ für seinen Krieg gegen die Ukraine rekrutiert.

„auslandsjournal“-Dokumentation: „Mullahs, Macht, Milizen – Irans Einfluss in Nahost“

In der „auslandsjournal“-Dokumentation zeigt Golineh Atai, Leiterin des ZDF-Studios in Kairo, wie das iranische Regime unter anderem durch Waffenlieferungen, politische Parteien und schiitische Milizen in die Nachbarstaaten Syrien, Libanon und den Jemen hineinwirkt. Es ist Staatsdoktrin des Iran, die Islamische Revolution zu verbreiten – entsprechend werden die Nachbarn im Nahen Osten religiös, militärisch und wirtschaftlich beeinflusst. Irans Machthaber zielen auf eine „Achse des Widerstands“ im Nahen Osten. Der Film beleuchtet, wie diese Strategie Konflikte in der Region begünstigt, Demokratiebewegungen unterdrückt und ganze Gesellschaften destabilisiert. Dabei wird auch sichtbar, warum Teheran sich von der arabischen Zivilgesellschaft stets so bedroht fühlte wie vom Freiheitskampf der eigenen Bevölkerung.

Titelbild Dokumentaionen im ZDF: Bildrechte: ZDF Fotograf: ZDF/GKD(3)/…

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.

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