Im Berlinale-Wettstreit kämpfen 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären – darunter ein Debüt, ein Animationsabenteuer und eine spannende dokumentarische Erzählung. Die Produktionen stammen aus 28 Ländern, und 20 Filme werden als Weltpremiere präsentiert. Neun Filme wurden von Frauen inszeniert oder gemeinsam mit anderen Regie geführt. 14 Filmemacher*innen haben in der Vergangenheit Werke bei der Berlinale präsentiert, sechs von ihnen bereits im Wettbewerb.
„Wir haben so viel gefunden, in das wir uns im diesjährigen außergewöhnlich starken Wettbewerbsprogramm verlieben konnten. Und wir sind so überzeugt vom Charme dieser 22 Filme, dass wir unerschrocken sagen: ‚Wer hier nichts zum Lieben findet, liebt das Kino nicht!!‘ Satirische und formalistische Komödien, Genrefilme, ein psychologischer Thriller, eine Liebesgeschichte, eine Selbstliebesgeschichte, Anime, ein Western… diese 22 Filme zeigen, wie vielfältig großartiges Kino im Jahr 2026 ist. Jeder einzelne ist kunstvoll gestaltet und erfüllt sein eigenes künstlerisches Versprechen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, welche Filme am 21. Februar von Wim Wenders’ Jury mit dem Goldenen und den Silbernen Bären ausgezeichnet werden“, sagt Intendantin Tricia Tuttle.
DREAMS
Fernando (Isaac Hernández) ist ein junger Balletttänzer aus Mexiko. Er träumt davon, international bekannt zu werden und in den USA zu leben. Mit der Hoffnung im Herzen, dass seine Geliebte Jennifer (Jessica Chastain), eine reiche Society-Erbin und großzügige Wohltäterin, ihm finanziell unter die Arme greift, wirft er alles über Bord und bringt sich bei der Grenzüberquerung fast um. Doch seine Ankunft bringt die Welt, die Jennifer sorgfältig um sich herum errichtet hat, durcheinander. Sie wird alles tun, um ihre gemeinsame Zukunft zu retten – aber auch das Leben, das sie für sich selbst aufgebaut hat.
ETWAS GANZ BESONDERES

Lea hat sich bei einer Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: „Wer Bist Du und was macht Dich aus?“ Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen. Unterdessen wird in ihrem Heimatort das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert, während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft.
Leas Familie, das sind ihre Eltern, Matze und Rieke, frisch getrennt da Rieke schwanger von einem neuen Mann ist, allerdings noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen. Ihre Großeltern, die ebenfalls selbst genug Probleme haben, miteinander und mit ihrem Waldhotel, das in der abgelegenen Region mehr Geld verschlingt als es einbringt. Und ihre Tante Kati, in der Lea zwar ein Vorbild sieht, die sich aber mit ihrem kulturhistorischen Anspruch als Museumsleiterin in der ostdeutschen Provinzstadt gerade keine Freunde macht. Auch in der eigenen Familie nicht…
ETWAS GANZ BESONDERES wird seine Weltpremiere im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin feiern.
Mit ihrem dritten Spielfilm nach ALLES IST GUT und IVO ist Eva Trobisch ein liebevoll-schmerzhaftes Familienporträt gelungen. Dabei konnte sich die Regisseurin und Drehbuchautorin auf ein exzellentes Ensemble verlassen – allen voran Neuentdeckung Frida Hornemann als Lea, die mit einer beeindruckenden, oft aufgestaut wirkenden Zurückhaltung spielt; gefolgt von Max Riemelt als Vater Matze, der darum bemüht ist, alles zusammen zu halten; Eva Löbau als Leas Tante Kati; Peter René Lüdicke und Rahel Ohm als Großeltern, die schon so lange miteinander hadern, dass es für sie der Normalzustand ist; Gina Henkel als Mutter Rieke sowie Florian Lukas als der neue Mann in deren Leben.
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