Die beliebteste Filmmusik für den Klavier- und Gitarrenunterricht

Filmmusik hat besondere Fähigkeiten:  Sie berührt unsere Emotionen, entführt uns in fantastische Welten und sorgt dafür, dass wir bestimme Bilder mit der gehörten Musik verbinden. Diese Merkmale lassen sich sehr gut für den Klavierunterricht und Gitarrenunterricht nutzen:

Zum einen, bieten Soundtracks eine hervorragende Möglichkeit um sie als Vorlage für die eigene musikalische Entwicklung zu verwenden, zum anderen sorgen sie oft für eine höhere Motivation bei den Schüler:innen als Etüden und andere Übungsstücke.

In diesem Blogbeitrag werden wir euch einige der beliebtesten Filmmusiken vorstellen, die sich sowohl für das Klavier- als auch für das Gitarrenspiel eignen. Vor allen Dingen für Musikschulen ist dieses Thema super relevant, denn das Verwenden von Soundtracks wertet den Unterricht auf und bringt eine willkommene Abwechslung in den Schulalltag.  

Jurassic Park (John Williams)

Die Filmmusik des Klassikers „Jurassic Park“, komponiert von John Williams, ist sowohl für Klavierspieler:innen als auch für Gitarrist:innen eine tolle musikalische Herausforderung. Das Hauptthema, im Original für Orchester arrangiert, eignet sich aufgrund der einprägsamen Melodie und dem moderaten Tempo wunderbar für den Unterricht. Auch Anfänger:innen können mit diesem Werk sehr viel Spaß haben und schnell motivierende Ergebnisse erzielen. Als Lernziele stehen hier für Pianist:innen und Gitarrist:innen gleichermaßen das Erlernen von Akkorden und dem dynamischen Spiel im Vordergrund.

Pirates of the Caribbean (Hans Zimmer)

Die mitreißende Filmmusik von „Pirates of the Caribbean“ birgt eine Fülle von Übungsvarianten für Klavier- und Gitarrenschüler:innen. Bekannte Stücke wie „He’s a Pirate“ oder „The Black Pearl“ lassen sich super auf dem Klavier interpretieren und bieten verschiedene Möglichkeiten, Timing, Technik und akzentuiertes Spiel zu verbessern. Gitarrenspieler:innen können die Melodien auf ihre Instrumente übertragen und gleichzeitig unterschiedliche Spieltechniken wie Fingerpicking und Akkordprogressionen erkunden. Nicht zuletzt üben sich die Schüler:innen dabei auch an schnelleren Tempi.

The Pink Panther (Henry Mancini)

Die Jazz-inspirierte Filmmusik von „The Pink Panther“ ist nicht nur ein Ohrwurm, sondern lädt die Schüler:innen dazu ein, das Klavier- und Gitarrenspiel nochmal von einer anderen stilistischen Perspektive aus zu betrachten. Sei es das Erlernen von komplexen Rhythmen oder der Einstieg ins Thema Jazz-Akkorde, der Komponist Henry Mancini hat mit seiner Arbeit ein wahres Meisterwerk geschaffen, mit welchem man musikalisch experimentieren kann und Schüler:innen jeden Alters begeistert.

La La Land (Justin Hurwitz)

Der Soundtrack des erfolgreichen Films „La La Land“ ist ein moderner Klassiker, der sowohl für Klavier- als auch für Gitarrenschüler geeignet ist und verschiedene Spielvarianten ermöglicht. Auf dem Klavier können Stücke wie „Mia & Sebastian’s Theme“ oder „City of Stars“ gemeistert werden, dabei liegt der Fokus auf einer Verbesserung der technischen Fingerfertigkeiten, Handhaltung und Dynamik, was nicht zuletzt auch zu einer grundlegenden Verbesserung des musikalischen Verständnisses führt. Gitarrist:innen können die Melodien der Stücke individuell interpretieren und ebenfalls unterschiedliche Spieltechniken erproben.

Wie finde ich passendes Notenmaterial?

Wahrscheinlich beschäftigt ihr euch ebenfalls mit der Frage: „Wie komme ich an geeignete Noten?“. Vor allen Dingen für Anfänger:innen ist es schwierig nach gutem Notenmaterial zu suchen, denn man kann oft auf den ersten Blick schwer einschätzen, ob ein Arrangement qualitativ hochwertig ist oder nicht. Es gibt allerdings gewisse Plattformen und Optionen auf welche man sich in der Praxis gut verlassen kann. Der einfachste Weg ist natürlich: Fragt eure Lehrer:innen!

Wenn ihr bereits Kund:innen an einer Musikschule seid, traut euch und sprecht das Kollegium an. Viele Lehrer:innen kennen sich gut mit dem Thema Filmmusik aus und können euch Empfehlungen aussprechen oder sogar das Notenmaterial besorgen. Auch auf Musikblogs erhält man oft tolle Inspiration!

Alternativ könnt ihr nach bestimmten Verlagen Ausschau halten, die spezielle Notenbücher und Songbooks herausgeben, beliebte Empfehlungen sind hier zum Beispiel Alfred Music oder Hal Leonard. Ihr könnt diese Bücher am besten über Musikgeschäfte beziehen, denn hier erhaltet ihr ebenfalls eine persönliche Beratung.

Wer bereits fortgeschritten im Notenlesen ist und die Qualität eines Arrangements selbst einschätzen kann, sollte sich auch auf anderen Digitalen Plattformen und Online-Ressourcen umschauen. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass der Zugang zu bestimmten Notenmaterialien durch Urheberrechtsbestimmungen eingeschränkt sein kann. Stellt sicher, dass ihr die entsprechenden Rechte habt oder legale Wege zur Beschaffung von Filmmusik-Noten nutzt.

Fazit

Filmmusik bietet eine reiche Auswahl an Stücken, die sich ideal für den Klavier- und Gitarrenunterricht eignen. Egal ob „Jurassic Park“ oder „La La Land“ – es gibt eine Vielzahl von Soundtracks, die sowohl inspirieren als auch herausfordern können. Diese Stücke ermöglichen es den Schüler:innen Themen wie Fingerfertigkeit, Technik, musikalischen Ausdruck und die generelle Interpretationsfähigkeit auf ihrem Instrument zu verbessern. Wir hoffen, dass euch dieser Beitrag bei der Suche nach passenden Stücken hilft und wünschen euch weiterhin ganz viel Spaß beim Musizieren!

Über den Autor

Leonard Pech ist Musiker und leitet das Musikschul-Franchise Home Music Teachers. In mittlerweile 13 Standorten bundesweit, besuchen die Lehrer:innen der Home Music Teachers Schüler:innen zuhause und unterrichten sie auf ihrem Wunschinstrument. Zusätzlich dazu pflegt die Musikschule einen YouTube-Kanal auf dem alle Interessierten Einblicke und nützliche Infos rund ums Musizieren erhalten.

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.

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