Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln

Lächeln ist eine menschliche Fähigkeit, zumeist bezaubernd und eine starke Anziehungskraft besitzend. Und es gibt zahlreiche Musiker von Sinatra, Nat King Cole über Michael Bublè bis Katy Perry, Lady Gaga und vielen mehr, die über die Macht des Lächelns gesungen haben. Es kann uns beflügeln und unsere Aussichten positiv verändern. Ist das alles nur Einbildung oder gibt es eine wissenschaftliche Untermauerung für diese Behauptung?

Wer häufig lächelt, lebt länger

Die Wissenschaft kann zuweilen nur unsichere Aussagen über die Ergebnisse einer Studie machen, ob sie sich in der Realität als wahr erweisen. Dieses, das die Forscher Ernest Abel und Michael Kruger von der Wayne State University in Detroit, USA durch ihre Untersuchung hervorgebracht haben, ist jedoch sehr aufschlussreich. Emotionsforschung gibt es seit Langem und in hoher Zahl, doch die Frage, ob der Einfluss von positiven Emotionen auf die Dauer unserer Lebenszeit groß ist, wurde bisher selten untersucht. In diesem Fall bildeten für die Untersuchung Fotografien von 230 Baseball-Spielern die wissenschaftliche Grundlage. Sie stammten aus Baseball-Register von 1952 der USA.

Die Fotografien wurden von drei Forschern auf die Intensität des Lächelns der abgebildeten Personen hin bewertet und in drei Kategorien „kein Lächeln“, „teilweises Lächeln“ und „intensives Lächeln“ eingeteilt. Zwei der Forscher waren dabei „blind“, das heisst, sie kannten die Hypothesen und den Zweck der Bewertung nicht. Wie bewertet wurde, ging dann in eine Datenbank ein, die auch viele weitere Informationen aus dem Baselball-Register enthielt, die sich auf die Lebensdauer auswirken können, zum Beispiel das Geburtsjahr, den Body Mass Index (BMI), die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit, den Familienstand sowie die Ausbildung.

Aus den vorhandenen Daten entwickelten die Forscher ein statistisches Modell, mit dem sie die Lebensdauer der Sportler vorhersagen konnten. Es zeigte sich, dass Spieler der Kategorie „kein Lächeln“ durchschnittlich 72.9 Jahre, Spieler der Kategorie „teilweises Lächeln“ durchschnittlich 75.0 Jahre und Spieler der Kategorie „intensives Lächeln“ durchschnittlich 79.9 Jahre alt wurden. Einige der Spieler lebten noch während der Auswertung.

Anhand des Modells wurde in einem zweiten Schritt für alle anderen Faktoren kontrolliert. So konnten die Forscher eine Aussage darüber machen, welche Vorhersagekraft allein das Lächeln auf dem Foto hatte. Dabei zeigte sich, dass das Lächeln einen signifikanten eigenen Beitrag zur Vorhersage der Lebensdauer leisten konnte. Die Wahrscheinlichkeit, in egal welchem Jahr zu sterben, war für Spieler der Kategorie „volles Lächeln“ halb so hoch wie für Spieler der Kategorie „kein Lächeln“.

Hier zeigt sich deutlich – Geist und Körper wirken zusammen, um unser bewusstes Erleben von Emotionen zu gestalten und haben Einfluss auf unsere Gessundheit und Langlebigkeit.

Quelle: Abel, E. A., & Kruger, M. L. (2010). Smile intensity in photographs predicts longevity. Psychological Science, 21, 542-544.

Forschung haben ergeben, dass es viele verschiedene Arten des Lächelns gibt

Menschen können je nach Situation verschiedene Arten des Lächelns zeigen bzw. die dahinter liegenden Motive sind sehr unterschiedlich. Wir kennen sie wahrscheinliche alle vom Angstlächeln über das scheue Lächeln bis hin zum Duchenne-Lächeln, benannt nach dem französischen Wissenschaftler Duchenne de Boulogne. Es ist absolut authentisch und steht für echte Freude, Glück und Genuss.

Bei den meisten, so hoffen wir, werden diese Songs, die sich dem Lächeln widmen, ein ebensolches auf ihre Gesichter zaubern.

Frank Sinatra – The Shadow of your Smile

Florian Künstler x Cassandra Steen – Lächeln

Jan Delay – Lächeln

Till Brönner – Her Smile

Your Smile · Nathan Grisdale

Bad English – When I See You Smile

Gloria Estefan – I See Your Smile –

David Sanborn – When You Smile at Me –

Billie Holiday – When You’re Smiling

George Benson Smile (feat. Till Brönner)

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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