David Gilmour – THE PIPER’S CALL

Am 6. September erscheint das fünfte Soloalbum des Pink Floyd-Gitarristen und Sängers David Gilmour LUCK AND STRANGE.  Es ist sein erstes Album mit neuem Material seit neun Jahren. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, worauf sich seine Fans freuen können, bietet die brandneue Single „The Piper’s Calls“, die als Audioaufnahme auf den Streaming-Plattformen bereits verfügbar ist.

„A Piper’s Call“ entspricht etwa dem deutschen Ausdruck „Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch was gespielt wird“ und ist ein altes englisches Sprichwort. Gilmour verwendet es als warnende Metapher dafür, wie Ruhm und andere Gegebenheiten die vollständige Kontrolle über das eigene Leben übernehmen können.    

Der Song beginnt merkwürdig verhalten. Manche Hörer befürchten nach den ersten Takten womöglich, dass Gilmour auf dem musikalischen Weg stehengeblieben ist, den er vor gut vier Jahren mit seiner Single „Yes, I Have Ghosts“ eingeschlagen hatte, einem langsamen Akustikstück mit zarter Harfe, dezenten Geigen und dem Gesang seiner Tochter Romany.  Doch dann tauchen allmählich vertraute Gilmour-Klänge im Stück auf. Kurz vor dem ersten Refrain hört man eine Lapsteel Gitarre, langsam baut sich ein fast tribaler Rhythmus auf, den Guy Pratt und Steve Gadd mit Bass und Gitarre beisteuern und der Raum schafft für intensive Gitarrenklänge. Spätestens nach dem zweiten Refrain, wenn Gilmour zu einem eindringlichen, grandiosen Solo ansetzt, dürften seine Fans begeistert sein. Die Musik wird schwerer, schwillt an, Gitarren heulen los, bis der Song seinen Höhepunkt erreicht und abrupt abbricht.

Das hat Klasse! Auch mit 78 Jahren hat Gilmour nichts von seinem Können verloren und schafft es zu berühren.  

Standardbild
Hans Kaltwasser
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