Alljährlich versammelt sich eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden, um „Das Wort des Jahres“ zu küren. Künstliche Intelligenz (KI) hat den Elfenbeinturm der Wissenschaft verlassen und mischt jetzt mitten unter uns in der Gesellschaft mit. Ob beim Stöbern im Netz, beim Verwandeln von Fotos in lebendige Kunstwerke oder beim Verfassen von Texten – die Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz erobern die Menschen weltweit.
Auch schon in den zurückliegenden Jahren war das Thema bei der Wahl der Wörter des Jahres erkennbar geworden: 2023 stand KI-Boom und 2024 generative Wende auf der Auswahlliste. Die Wende ist inzwischen vollzogen, der Boom hält unvermindert an.
Aus Sicht der GfdS ist der Beginn einer Ära nicht zu verkennen – mit vielen Chancen, aber ebenso mit Risiken des Missbrauchs und eines Verlustes an eigenständigem, kritischem Denken, Sprechen und Schreiben. Zu erwarten ist somit auch, dass die flächendeckende Nutzung von KI sich auf die künftige Entwicklung der deutschen Sprache auswirken wird.
Weitere Wörter des Jahres:
- Deal
- Land gegen Frieden
- Sondervermögen
- Wehrdienst-Lotto
- Drohnisierung
- Strafzölle
- Wohlstandsverlust
- klimamüde
- Vertiktokung







