Das Klavierfestival Ruhr

Auch dieses Jahr bietet das Klavier-Festival Ruhr großartige Konzerte. Es ist das weltweit bedeutendste Pianistentreffen. Jedes Jahr versammeln sich Künstler aus zahlreichen Nationen in einzigartiger Konzentration. Die großen Meister ihres Fachs, aber auch vielversprechende Nachwuchspianisten sind hier zu erleben. 1989 aus dem Bochumer Klaviersommer entstanden ist es zum kulturellen Leitprojekt des Initiativkreis Ruhr geworden und seit dem 1. Januar 2011 wird das Klavier-Festival Ruhr als eigenständige Stiftung geführt, wobei der Initiativkreis Ruhr das vollständig privat finanzierte Festival weiterhin als Generalsponsor ermöglicht.

Auch hochkarätiger Jazz, fein abgestimmt mit Klassik, spielt auf dem Klavier-Festival Ruhr eine Rolle.

Till Brönner zum Stelldichein mit seinen „Piano Friends“

Zum siebten Mal bittet Till Brönner zum Stelldichein mit seinen „Piano Friends“. Es ist ja längst lieb gewonnene Tradition, dass der Top-Trompeter ein übers andere Jahr in diesem exklusiven Format des Klavier-Festivals Ruhr einige seiner Lieblingspianisten präsentiert.

Diesmal stellt er zwei Tastenkünstler vor, die eine gewisse Affinität zur Klassik teilen. Rainer Böhm ist – neben eigenen Projekten – festes Mitglied im Trio des Bassisten Dieter Ilg, das sich seit Jahren zeitgemäßen Jazzarrangements von klassischer Musik widmet und seine verblüffenden Neuinterpretationen von Verdis „Othello“ und von Beethoven-Kompositionen auch beim Klavier-Festival Ruhr vorgestellt hat. Der Israeli Yaron Herman, der über Boston nach Paris kam, zählt seit Jahren zu den festen Größen der europäischen Szene. Zehn Alben veröffentlichte er seit den frühen Nullerjahren, durchweg mit hoch- und höchstkarätigen Rhythmusgruppen oder Duopartnern. Als Nummer elf erschien aktuell das Soloalbum „Alma“ mit Jazz-, aber auch deutlichen Anleihen bei klassischer Klaviermusik von Bach über Chopin bis Fauré. Der Clou: Es ist von A bis Z improvisiert. Oder anders gesagt: in Echtzeit komponiert.

Till Brönner (Trompete)
Rainer Böhm
Yaron Herman
Dieter Ilg (Bass)
Patrice Héral (Schlagzeug)

Ruhrfestspielhaus – Otto-Burrmeister-Allee 1
45657 Recklinghausen

Fred Hersch

Für seinen vierten Auftritt im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr hat sich Fred Hersch etwas ganz Besonderes aufgehoben: auf Zollverein gastiert der US-amerikanische Jazzpianist und -komponist im Pianotrio – der Königsklasse unter den Jazzformationen. Begleitet wird Fred Hersch von zwei langjährigen Weggefährten, die bereits zu früheren Zeiten mit ihm auf der Bühne standen: Joey Baron, einer der gefragtesten Drummer der Szene, gehörte Mitte der Achtzigerjahre Herschs allererstem Trio an. Drew Gress war in den Neunziger- und Nullerjahren sein Bassist der Wahl. Mit ihrem Leader bilden sie eine gewachsene, gereifte Einheit. Nicht von ungefähr zählt Herschs Trios auf der heutigen, kaum überschaubaren Klaviertrioszene zu den besten – für den Pianisten Hersch gilt das ohnehin. Jason Moran vergleicht ihn gar mit einem Superstar des US-amerikanischen Nationalsports: „Fred ist am Klavier, was LeBron James auf dem Basketballfeld ist: die Perfektion in Person“.

Fred Hersch
Drew Gress (Bass)
Joey Baron (Schlagzeug)

Spielstätte

UNESCO-Welterbe Zollverein – Halle 5

Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen

Weitere Konzerte unter Konzertkalender Klavierfestival

Quelle: klavierfestival.de/

Ingrid
Ingrid

Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen.
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