Eine Lüge ist eine Lüge, und manchmal setzen wir sie ein, um einen lieben Menschen nicht zu verletzen. Doch was der junge Koch Mehdi (Younès Boucif) mit algerischen Wurzeln zu seiner sehr außergewöhnlichen Lüge getrieben hat, erzählt die Filmkomödie „COUSCOUS UND GEHEIMNISSE“.
Er und seine Freundin Léa betreiben ein kleines Bistro, das bald ihnen gehören soll. Hier gibt es nur französische Kulinarik zu genießen. Deshalb weiß seine Mutter Fatima auch nicht, was der Sohn so treibt. Seine Freundin will die Mutter jedoch unbedingt kennenlernen und lässt sich nicht mehr vertrösten. Da Mehdi lernen möchte, wie man das traditionelle Couscous in Algerien isst, geht er kurzerhand mit der Barbesitzerin Souhila (Hiam Abbass) an deren heimischen Herd, um diese Lücke zu schließen.

Mehr noch, er erzählt ihr von seinem Problem, und die temperamentvolle Soulhila hat sogleich einen Plan. Sie will für ein Treffen mit Léa seine Mutter spielen. Mehdi stimmt zu und ahnt nicht, welche Kettenreaktion von Lügen er damit auslöst. Denn die falsche Mutter ist in ihrem Element und dichtet locker ein paar Märchen aus Mehdis Leben und rund um dessen Familie hinzu.
Als schließlich die echte Mutter Fatima (Malika Zerrouki) von der Schwangerschaft ihrer Tochter erfährt, die ihr Kind ohne Vater großziehen will, fällt sie zunächst in Ohnmacht und beschließt, nicht nach Algerien zurückzukehren. Und was passiert jetzt?

Die liebevolle Culture-Clash-Komödie „Couscous und Geheimnisse“ vom Regisseur Amine Adjina, der auch das Drehbuch schrieb, spielt mit Klischees, übertreibt ein wenig und zeigt, dass ohne traditionelle Gerichte, die oft französisch veredelt sind, und mit dem besonderen Gespür für Feste – Sympathie und Integration leichter an einem schön gedeckten Tisch mit Gerichten, die nicht nur der Koch mag, erreicht werden können. Unbedingt sehenswert und ab heute in den Kinos zu sehen.
Titelbild: Mehdi und die Fake-Mutter Souhila © 2026 Lighthouse







