Die Fotografin Corina Gertz steht seit Jahren für eine Bildsprache, die Kulturen, Traditionen und Lebenswelten sichtbar macht. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet ihr Langzeitprojekt „Das abgewandte Porträt“. Darin richtet Gertz den Blick auf Frauen in traditioneller Kleidung – und wendet ihn zugleich ab. Die Porträtierten erscheinen stets von hinten, vor einem monochronen, tiefschwarzen Hintergrund. Durch diese gezielte Inszenierung rückt die Kleidung als Trägerin von Geschichte, Identität und kollektiver Zugehörigkeit in den Vordergrund. Ohne die Individualität der Porträtierten preiszugeben, gelingt es Corina Gertz, ein sensibles Bild kollektiver Identität zu zeichnen – im Spannungsfeld von persönlichem Ausdruck und gesellschaftlichem Kontext.
Vom 5. September bis 8. November 2025 zeigt die Galerie Clara Maria Sels unter dem Titel „Echoes of the Unseen“ rund 20 ausgewählte Arbeiten der Künstlerin.
Galeristin Clara Maria Sels: „Wir freuen uns sehr, Corina Gertz bereits zum dritten Mal in unserer Galerie zu präsentieren. Die kommende Ausstellung zeigt eine Auswahl von neueren Arbeiten, die bisher nur in Museen zu sehen waren, und veranschaulicht sehr schön die Komplexität ihrer Arbeiten.“
Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 5. September 2025, um 18 Uhr, in der Galerie Clara Maria Sels, Poststraße 3, 40213 Düsseldorf
Titelbild: Copyright Corina Gertz, Courtesy Galerie Clara Maria Sels







