Das „Time“-Magazin bezeichnete sie 1971 als beste Sängerin. Jetzt ist die zweifache Grammy-Preisträgerin, Jazzsängerin, Songwriterin und Produzentin Cassandra Wilson in ihrer Heimatstadt Jackson gestorben. Sie wurde 70 Jahre alt.
Wilsons einzigartige Stimme, die die Grenzen des traditionellen, auf Blues basierenden Jazz erweiterte und mühelos zwischen Folk, Pop, R&B und Country wechselte, war ihr Markenzeichen. Ihre Stimme brachte ihr auch neben vier Grammy-Nominierungen zwei Auszeichnungen für das beste Jazz-Vokalalbum ein, die sie 1997 für „New Moon Daughter“ und 2009 für „Loverly“ erhielt.
Wilson wuchs in Jackson als Tochter des Musikers Herman B. Fowlkes und der Lehrerin Mary Fowlkes auf. Schon früh zeigte sie eine große Liebe zur Musik, hörte Motown, Miles Davis und Thelonious Monk. Mit sechs Jahren bekam sie Klavierunterricht. Daneben spiele sie Klarinette in Blaskapellen. Während ihres Studiums am Millsaps College und an der Jackson State University trat sie in Kaffeehäusern und in Coverbands auf. Bevor sie nach New York zog und Hauptsängerin im M-Base Collective von Steve Coleman wurde, verfeinerte sie ihr Talent bei Jazzgrößen in New Orleans.
2015 gab Wilson zum Gedenken an den 100. Geburtstag der legendären Blues-Sängerin Billie Holiday ein Konzert im renommierten Apollo-Theater in New York City. Im selben Jahr brachte sie ihr letztes Album, „Coming Forth by Day“, eine Hommage an Holiday, heraus.
2022 erhielt Wilson eine der höchsten Auszeichnungen, die Jazzmusikern in den USA verliehen werden, den „Jazz Master“ der National Endowment for the Arts.
Titelbild: Image by Pexels from Pixabay







