Chefinspektorin Alma Oberkofler hat im Kriminalroman „Buberlpartie“ bereits ihre Koffer gepackt. Es ist Freitagnachmittag und morgen geht es in den Urlaub. Mit ihrem finnischen Freund und dessen Kindern will sie in Finnland endlich Ruhe finden. Sie kann es kaum erwarten! Nun sitzt sie mit Julia, ihrer Nachbarin vom Buchladen, draußen und wartet auf die Bedienung – direkt gegenüber dem angesagten Restaurant „Nudel“. Hier gibt es, seit die Grünen mit im Wiener Parlament sitzen, tatsächlich weniger Autos und dafür mehr Grün. Nicht alle sind davon begeistert.
Alma bemerkt am Rande ihres Gesichtsfeldes einen dunklen SUV mit abgedunkelten Scheiben, der abrupt vor einer Absperrung stehenbleibt. Sicher kennt der Fahrer noch nicht die neuen Gegebenheiten des Wiener Marktplatzes. Wenig später passiert es. Ein Auto rast mit Vollgas ins Restaurant „Nudel“ und schon bald knallt es laut – eine Explosion erschüttert die Szenerie.
Die Chefinspektorin sieht einen Mann schreiend und brennend aus der „Nudel“ laufen, erwischt ihn und kann gerade noch die Flammen stoppen. Doch die Explosion hat verheerende Folgen. Für den Besitzer Amon Cohen, den Journalisten Sebastian Schmuck sowie für eine junge Kellnerin kommt jede Hilfe zu spät. Auch der Fahrer des Autos ist tot.
Alma ist dabei an der Hand verletzt worden und war kurz bewusstlos, doch sie rappelt sich auf und ruft ihr Team zusammen. Den Urlaub muss sie zunächst verschieben, denn noch ist nicht klar, ob es ein Unfall oder ein terroristischer Anschlag war.
Ein jüdisches Restaurantbesitzer und ein rechtsextremer Autofahrer
Schnell stellt sich heraus, dass der Lenker des Wagens ein bekannter Rechtsextremer ist. Albert Schotterer gehörte zur entsprechenden Szene in Österreich und schien im Anlauf auf ein politisches Amt in einer rechtspopulistisch geführten Regierung zu sein. Sein Vater, ein einflussreicher Bauunternehmer, hat viele Kontakte und ist bestens auch in politischen Kreisen vernetzt. Zudem saß, wie sich schließlich herausstellt, ein linker Journalist auf der Bank vor dem Restaurant, und eine ukrainische Familie wohnte im oberen Stockwerk des Hauses.
Eine rechte Verschwörung?
Alma und ihr Team ermitteln in alle Richtungen, und bald meldet sich auch der Staatsschutz und Geheimdienst in der Person des Walter Althuber. Sie wollen ihre Tätigkeiten koordinieren und tauschen ihr noch geringes Wissen zum Tathergang gegenseitig aus.
Als insbesondere aus den Reihen der politischen Amtsinhaber der Ruf nach einem Ende der Ermittlungen zu hören ist, da es sich doch um einen Unfall handele, ist Alma erst so richtig alarmiert und ermuntert ihr Team der Abteilung Leib und Leben, erst jetzt recht gezielt und forciert weiterzumachen. Doch es wird herausfordernd, denn irgendwie sind die Angehörigen der Toten miteinander verbandelt, ohne dass es ihnen bewusst war. Wird die Chefinspektorin Alma Oberkofler Recht behalten und den Fall lösen?
Die Autorin Petra Hartlieb vermag es auch in diesem Kriminalroman „Buberlpartie“ eindrucksvoll, der Ermittlerin im Labyrinth korrupter politischer und unternehmerischer Netzwerke einen Weg zu bahnen und letztlich Licht in die Verdunkelung zu bringen. Ein Fall, dessen Parallelen in der Realität leider zunehmend beobachtet werden können, transformiert den höchst spannenden Kriminalroman in ein aktuelles und zweifellos faszinierendes Lehrstück.
Buberlpartie
Autorin: Petra Hartlieb
Erscheinungstag:11.08.2026
ISBN: 978-3-7558-0048-4
Verlag: Dumont







