Immer mehr Geheimnisse werden rund um den Mond herum gelüftet. Nun ist herausgekommen, dass er seit Milliarden von Jahren winzige Teilchen der Erdatmosphäre unter dem Einfluss des Erdmagnetfelds erhält. Das Magnetfeld stoppt die Teilchen nicht, sondern lenkt sie entlang unsichtbarer Linien, die sich manchmal bis zum Mond erstrecken. Dies erklärt die mysteriösen Gase, die in den Apollo-Proben gefunden wurden, und lässt vermuten, dass der Mondboden ein Langzeitarchiv der Erdgeschichte beherbergen könnte. Vielleicht gibt er eine kleine Dankes-Show und zeigt sich aus Freude über diese Teilchen zwei Mal im Monat Mai als Vollmond: Erst am 1. und jetzt nochmal am 31. Mai zaubert der Himmel den mystischen Blue Moon hervor. Beide Vollmonde im Mai sind Mikromonde. Grund ist der Punkt ( Apogäum) an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn am weitesten von der Erde entfernt ist.*
Blue Moon
So heißt auch ein Song, der zu einem Evergreen geworden ist. Bereits 1934 komponiert, setzt der Songtitel „Blue Moon“ auf das Bild einer seltenen Erscheinung – so selten wie zwei Vollmonde im Mai. Im Song jedoch wird Liebe als etwas sehr Seltenes betrachtet. Ob’s stimmt?
Der Song von Richard Rodgers (Musik) und Lorenz Hart (Text) wurde vielfach interpretiert – darunter von Billie Holiday (1952), Elvis Presley (1954), Frank Sinatra (1961), Bob Dylan (1970) und Rod Stewart (2004) – und trug entscheidend zur Popularisierung des Begriffs bei.
Damit der Mond nicht ganz alleine ist, wenn er die Erde umkreist, gibt es nun mit 2025 PN7 offiziell als Quasi-Mond klassifiziert, noch einen felsigen Begleiter. Im August 2025 von Astronomen am Pan-STARRS-Observatorium der Universität von Hawaii entdeckt, umkreist er die Erde wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2083 dort bleiben.
*Shubhonkar Paramanick, Eric G. Blackman, John A. Tarduno, Jonathan Carroll-Nellenback. Terrestrial atmospheric ion implantation occurred in the nearside lunar regolith during the history of Earth’s dynamo. Communications Earth, 2025; 6 (1) DOI: 10.1038/s43247-025-02960-4
Titelbild Image by Susana Cipriano from Pixabay







