Black Lives – From Generation to Generation

Über 20 Tracks und 25 Musiker*innen unterschiedlichen Genres wie Jazz, Blues, R&B, Rap und Soul sind auf diesem Album zu hören. Resultat eines Aufrufs zu den Themen Rassismus und schwarze Lebenswirklichkeit, der von der Produzentin und Chefin des Labels Jammin Colors, Stefany Calembert, und ihres Ehemann, dem Bassisten Reggie Washington ausging. Antworten kamen aus den USA, der Karibik, Afrika und Europa. Original aufgenommen, verbindet die Musik die Traditionen der afrikanischen Diaspora mit den Klängen der zeitgenössischen schwarzen Musik. Die Künstler setzen sich aktiv mit Rassismus auseinander und feiern gleichzeitig Geschichte, Familie und kulturelle Verbundenheit.

Black Lives setzt ein Zeichen gegen Alltagsrassismus

Der Impuls „Black Lives – from Generation to Generation“ ins Leben zu rufen, formuliert die Produzentin so:
„Ich wollte den vielen schwarzen Musiker*innen, die ich teilweise seit vielen Jahren kenne, die Gelegenheit geben, auf einem Album zusammenzukommen, das nun am 25. März 2022 weltweit veröffentlicht wird, sagt Stefany Calembert. Es setzt ein Zeichen gegen Alltagsrassismus überall, wo er existiert.

Die Liste der Künstler ist beeindruckend. Der malische Komponist und Sänger Cheick Tidiane Seck eröffnet das Album mit „Sanga Bô“, begleitet von einem Mädchenchor und einer Rap-Gruppe. Der Saxofonist Immanuel Wilkins‘ spielt im Duett mit dem Gitarristen Marvin Sewell den Song „Praying“, ein bewegender, minimalistischer Blues. Auf dem Neo-Soul Track „Phenomenon“ hört man die wunderbare Sängerin und Komponistin Stephanie McKay. Das jazzige Afro-Funk-Fusion-Trio des Schlagzeugers Sonny Troupe aus Guadeloupe beeindruckt mit „Sa Nou Ye/Be Proud“.

Musik verbindet und dieser wunderbare Mix aus unterschiedlichen Musik-Genres mit beeindruckenden Künstlern protestiert nicht nur gegen Rassismus und kämpft für Gerechtigkeit und Gleichheit, er eint, stärkt den Zusammenhalt und gibt gleichzeitig Kraft. Zudem macht es ungeheuer viel Spaß, diese Musik zu hören.
Auf der anderen Seite ist es schon traurig, dass schwarze Künstler*innen seit nun schon so langer Zeit eine tragende Rolle im Kampf gegen Rassismus – und dies nicht nur in den USA spielen müssen. Dass Rassismus und Diskriminierung immer noch nicht überwunden sind.

Black Lives: From Generation to Generation ist ein großartiges, lebendiges Album, das die traditionelle afrikanische Musik mit den Klängen zeitgenössischer schwarzer Musik verbindet.

Worldwide release
March 25th, 2022

Label: JAMMIN COLORS

Teinehmende Künstler:
Cheick Tidiane Seck – Immanuel Wilkins – David Gilmore – Marque Gilmore – Sharrif Simmons – Stephanie McKay – Andy Milne – Kokayi – Sonny Troupé – Reggie Washington – Alicia Hall Moran – DJ Grazzhoppa – Adam Falcon – Jeremy Pelt – Grégory Privat – Marcus Strickland – Christie Dashiell – E.J. Strickland – Oliver Lake – Jacques Schwarz-Bart – Gene Lake – Federico Gonzalez Peña – Tutu Puoane – Yul – Marvin Sewell – Jean-Paul Bourelly – Terence „Sub Z“ Nicholson

Standardbild
Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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